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Samstag, 3. September 2016

Bei Hempels ...

Jetzt wurde der Teppich doch entsorgt, guck, ohne sieht's sogar besser aus, finde ich. Aber Obacht, es ist noch nicht geputzt, Sauberkeitsfanatiker bitte unbedingt wegschauen! Seit einem Jahr wurde in diesem Raum kein Staub gewischt, das steht noch an. Und alles ist zig, zig Jahre alt, war bis zuletzt Bestandteil meines Hundehaushalts. In Wohnungen oder bei Möbel, die sauber wie geleckt aussehen, habe ich mich noch nie wohlgefühlt. Und Obacht Nummer Zwei: die Coca-Cola ist nicht für mich, sie steht dort extra für einen ganz bestimmten Besuch. Zucker-Coca-Cola habe ich das letzte Mal vor mehr als 35 Jahren getrunken - und selbst damals hatte sie mir nicht besonders geschmeckt.

Staubvergrößerung = klick drauf

Kommentare:

  1. Stimme zu, der Flokati ist kein Verlust. Also, Staub sieht man auch in der Vergrößerung nicht, irgendwann bleibt glaube ich ein Status quo:-)
    Der Sammler Buchheim hatte einen gepflegten Hass auf die Sch***sweiber mit ihrem Staubputzfimmel, also befindest du dich in guter Gesellschaft.
    Was ich in dem Raum nicht so gut aushalten würde sind die vielen Dinge. Bin Minimalistin und sicher eine der ganz wenigen Frauen, die einen luftigen Kleiderschrank haben.

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    1. Haaach, das trügt alles. Die "vielen Dinge" sind eigentlich nur temporär vorhandener Kram, ähnlich wie eine Ablage nutze ich zur Zeit den Tisch und die Sofas vor und nach der Arbeit, um Rucksack, Kleidung und Krimskram dorthin zu werfen bzw. am nächsten Tag von dort wieder einzusammeln. Dabei sammelt sich im Laufe der Wochen und Monate merkwürdigerweise immer mehr an. Kann eigentlich nicht sein, ist aber so, es wächst an.

      Den Staub siehst du deutlich an den Tischfüßen, da bekommen sie eine neue Farbe, von Braun zu Grau ;-) Das ist aber dem Blitzlicht geschuldet, denn in Natura sieht man es tatsächlich nicht, ich war erschrocken, als ich den Staub auf dem Foto sah - oh, meine Wenigkeit erschrickt angesichts des Staubs, das wäre eigentlich die beste Grundvoraussetzung eines prima Hausmannes, sollte man annehmen.

      Jaa, die berühmten Messis, die liebe ich ebenfalls wegen ihrer Schrullen. Ich "kenne" auch einen, Franz van der Grinten, der hat daraus sogar ein Buch, ein Bildband erstellt, benennt sein Messitum natürlich schön um als Sammlerleidenschaft. Tja, so ist es halt generell im Leben, wenn zwei Leute das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Was unterscheidet sie? Die Würde? Die Achtung der anderen? Letztlich nur die Macht, also das Geld. Der Hartz-IVer ist der Messi, der Herr Direktor und Stifter ist der Kunstsammler - Staub wird beim Einen zur wertvollen Patina und beim anderen kommen die Entrümpler. Wie ungerecht doch das Leben ist, nicht wahr ;-)

      http://www.kle-point.de/aktuell/neuigkeiten/inhalte/bilder/version_1/2003/09/127/1_350_njkbhfj.jpg

      Aber Minimalismus finde ich wirklich gut, mache mir mehr und mehr darüber Gedanken. Es befreit, glaube ich, enorm.

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  2. Der link - ja, solche gibt's viele. Friederike Mayröcker gehört auch dazu. Ich gucke mir das sehr gerne an. Eine Bekannte hat nur noch Gänge in ihrer Wohnung. Wenn Besuch kommt, hängt sie die mit Bettlaken zu... Ich frage sie gelegentlich, wie es um die Statik des Hauses bestellt ist, sie wohnt ziemlich weit oben. Zusätzlich hat sie widerrechtlich den Speicher voll und ihre Kellerräume natürlich auch.
    Minimalismus ist aber nichts für jeden, diese Bekannte würde sich wie amputiert fühlen. Bei mir ist es so: kommt was neues ins Haus, verschwindet etwas anderes dafür. So halte ich das Gleichgewicht:-)

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    1. Das mit dem Gleichgewicht finde ich gut. Das hat etwas Einleuchtendes, Weises irgendwie.

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  3. Also ich weiß nicht, wo bei dir der Staub bleibt? Bei mir und meinen zwei Hunden segelt der überall rum. Aber dafür gibt es nach einem Jahr Dampferei keine gelbschmierig versifften Holzdecken und Fenterrahmen mehr.

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    1. Och, Angelika, der ist da; seine Unsichtbarkeit ist nur dem Staubfilter der Kamera zu verdanken ;-)

      Ja, trotz neuem Schmierfilm in Verbindung mit Staub, der durch mein exzessives Dampfen entsteht, ist das dennoch nichts, aber auch gar nichts im Vergleich mit dem teergelbbraunen, stinkenden und alles versauenden Siff des elenden Rauchens. Allein dieser Sauberkeit wegen hat E-Dampfen schon alle Achtung und Auszeichnungen verdient - wenngleich natürlich die Putzmittelhersteller das ganz und gar nicht so sehen.

      Vape On! Und bestelle deinen beiden Helden mal schöne Grüße.

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