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Sonntag, 28. August 2016

Ein Drache zog über uns hinweg

Himmel, Arsch und Zwirn, war das hier gerade für ein Unwetter! Gewitter, Hagel, Sturm, dass man hätte meinen können, es ginge vor der Tür eine Himmelfahrt vonstatten. Die Offenbarung des Johannes, die Apokalypse. Es bot sich ein schauerlicher Anblick mit Schrecken, die nicht enden wollten. Direkt ringsherum ums Haus schlugen in Serie die Blitze in die Felder ein, ein Krachen des Gewitters, ein Brausen des Sturmes und ein Prasseln wie von Kugeln des Hagels auf die Dachziegel, dass ich nicht mein eigenes Wort mehr verstand. Dann der obligatorische Stromausfall, pechschwarz die Nacht, durchzogen von gezackten Fackeln und Feuer gleißenden Lichts. Natürlich war ebenso wie der Strom das Internet nicht mehr verfügbar. Das ist aber noch das Geringste. Mann, mann, mann, so etwas brauche ich in meinem Dachgeschoss nun wirklich nicht. Und obwohl Elli kalt in ihrem Grab liegt, dachte ich unentwegt in Sorge an sie; was hatte sie zu ihren Lebzeiten doch Angst vor Gewitter. Selbst ihre Angst vermisse ich.

Eine halbe Stunde, dann war alles so plötzlich wieder vorbei, wie es gekommen war.

Kommentare:

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    1. Jaaa, die sind trocken drinnen. Das war ein Erfahrungswert sozusagen, jetzt weiß ich also, wie lange Teppiche draußen trocknen. Wenn sie pitschnass sind und bei 6 Stunden Nachmittagssonne im August brauchen sie zwei Tage und Nächte. Der Flokati war noch ein wenig feucht, handfeucht oder wie sagt man dazu? Egal, der Rest war dinnen binnen ein paar Stunden getrocknet. Der Flokati sah und sieht aber nicht mehr wirklich schön aus, ist halt uralt schon. Die anderen beiden normalen Teppiche waren knochentrocken und sehen teilweise fast wie neu aus. Jetzt im Nachhinein habe ich festgestellt, dass es wahrscheinlich besser gewesen wäre, im Anschluss an die Waschaktion noch einmal mit Weichspüler nachzuspülen. Sie sind doch ein wenig verhärtet, wenn man mit der Hand dort drüberstreicht. Das wird dann wieder weich, ist halt so ähnlich wie bei Wäsche. Und sie riechen nach nichts, also eine kurze Zeit nach dem frischen Geruch eines Weichspülers, das hätte mir besser gefallen. Aber ich will nicht meckern, die Waschaktion ist hervorragend gelungen :-)

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  2. Die Aktion habe ich sehr bewundert, was für eine Knochenarbeit! Eine Bekannte lässt ihre Flokatis (Katzen!) vom Profi waschen, kostet 15 Öcken pro qm. Wie groß ist denn dein Flokati? Falls er in einen der großen Wäschetrockner eines Waschsalons passt, würde er wieder schön weich und flauschig. Ein bis zwei Durchläufe bewirken bei trockenen Sachen Wunder.
    Ich habe das Wetter ebenfalls für große Aktionen genutzt, allerdings in der Waschmaschine. Da mich das knochentrockene stört, ich aber zu bügelfaul bin, haue ich es für 20 Minuten in den Trockner und gut ist.
    Alternativ könntest du den Flokati etwas zärtlich bürschteln:-)

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    1. Du wirst lachen, liebe Barbara, ich war dann doch letzten Endes so unzufrieden mit dem Ergebnis des Flokatis, dass er heute erneut behandelt wurde und nun abermals pitschnass draußen auf der Wiese zum Trocknen liegt. Der große Teppich und die Brücke, das war perfekt, aber der Flokati - der sieht auch unschön aus, ich meine neben seiner "Verhärtung", rein optisch. Ich weiß gar nicht, wie er ursprünglich mal ausgesehen hatte und bin drauf und dran, ihn komplett zu entsorgen. Es war nur ein Deko-Flokati, niemand hatte sich je auf ihn gekuschelt oder so. Elli hat ihn lediglich für ihre Hinterlassenschaften im letzten Jahr als Klo benutzt und immer schon draufgekotzt, wenn ihr danach war. Ansonsten stand der Couchtisch darauf, also reine Deko, aber ist ein Flokati schön, ich meine grundsätzlich schön? Ohne sieht der Tisch jetzt auch nicht schlecht aus, finde ich. Gut, im Winter mit den Socken auf den Fliesen ist's vielleicht nicht so gemütlich, aber da sitze ich eh nur in meiner Höhle und nicht im Wohnzimmer. Also ich weiß wirklich noch nicht, was ich machen werde, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

      Was hast du denn gewaschen, ähm, waschen lassen? Auch einen Flokati? Oder etwas "normales"?

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    2. Dann kannst du ja mal den Weichspüler ausprobieren und ihn entsorgen wenn er nicht werden will. Ich habe nur Sachen die ich selber waschen kann, auch Klamotten müssen bei mir zu waschen sein, sonst kaufe ich die nicht. Gerade waren alle Sofa Bezüge dran und die Weichen Unterbetten (bin Prinzessin auffe Erbse). Sobald die Sachen trocken sind, kommen die in den Trockner und sind dann wie neu.

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    3. Ja, mal schaun, ich war heute noch nicht draußen ;-)

      Das ist eine gute Vorgehensweise, Barbara, ich glaube, das werde ich in Zukunft ebenso handhaben. Ich finde sowieso, man kann sich von vielen sperrigen Dingen des Lebens verabschieden - braucht man nie oder kaum, stehen einem nur im Weg, sind Staubfänger und so weiter. Weniger ist mehr, das bewahrheitet sich halt immer wieder.

      Ich lasse mal Familien außen vor, bei denen ist es immer ein wenig anders, aber wozu braucht ein einzelner Mensch eigentlich mehrere Räume und so viel Möbel, Klamotten und so weiter? Zum Vorzeigen? Pah! Ich jedenfalls nicht! "Könnte man mal irgendwann gebrauchen"? Das wäre Messitum und eigentlich eine zu behandelnde Störung. Weil es schön aussieht? Naja, kommt drauf an, wo und wie man sonst lebt, ich meine, wenn's nichts Schönes weit und breit gibt, könnt ich's natürlich verstehen.

      Also, ich tendiere heute noch mehr zum Weg-Damit - ist aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen, wie gesagt, war heute noch nicht outside in the horrorworld of ugly peoples ;-)

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquide über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.