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Montag, 4. Juli 2016

Der shrpubw-Beherrscher und Held des Tages

Hehe, ich kann mal wieder ein kurzes Anekdötchen aus dem realen Leben erzählen. Da konnte ich einem Menschen doch riesige Augen verschaffen. Thema ist das Netzwerk beim Computer.

Also folgendes zur Einleitung - zum besseren Verständnis vielmehr: Wer bestimmte Dienste unter Windows abschaltet, kann eventuell Probleme bekommen, das ist klar. Andererseits ist es richtig, so viele Dienste wie nur irgend möglich auszustellen, da sie spionieren und/oder überflüssig sind. Ein weites Feld. Jedenfalls ist einem Menschen dasselbe passiert wie mir vor Jahren. Durch eine Dienstabschaltung, die man selbstredend nicht mehr in Erinnerung hat, ließ sich ein neues angeschlossenes USB-Laufwerk nicht mehr im Netzwerk freigeben.

Da gerätst du an Grenzen der Verzweiflung. Eine Freigabe ist dann alleine schon deshalb nicht möglich, da die Option hierzu nicht mehr vorhanden ist. Es fehlt der Reiter "Freigabe" genauso wie die anklickbaren Optionen hierzu. Die übrigen alten freigegebenen Laufwerke funktionieren im Netzwerk aber nach wie vor einwandfrei, sogar mit den betreffenden Einstellmöglichkeiten, nur beim neuen, dem gerade angeschlossenen Datenträger gibt’s bzw. gab's diese Probleme. Entsprechende Zugriffsrechte kannst du nicht vergeben, da entweder die Optionen hierzu grau als nicht anklickbar hinterlegt bzw. eingefärbt sind oder, falls dies nicht der Fall ist (je nach Betriebssystem), deine Änderungen zwar angenommen aber nicht behalten werden und nach Beendigung der Zuweisung wie von Geisterhand wieder verschwunden sind. Wie gesagt, das ist zum Verzweifeln. Es hat übrigens nichts mit erweiterten Freigabeoptionen usw. zu tun.

Aus Vor-XP-Zeiten kennt man noch den Freigabe-Assistenten, der aber bei allen anderen Systemen versteckt wurde. Man erreicht ihn durch einen manuellen Start via Eingabeaufforderung: "shrpubw" nennt er sich, sogar bei Windows 10 ist er vorhanden. Damit sollte jede Freigabe funktionieren. Der Assistent ist auch selbsterklärend. Nur, wer merkt sich denn dieses kryptische Wort, das für dessen Start erforderlich ist? Selbst in Internetforen kennen die meisten Laberheinis diesen Befehl nicht. Eine einfache Beschreibung wäre auch eine Lösung, doch sie ist nicht ohne weiteres in der Windows-Hilfe auffindbar - denn der Assistent soll ja, wie's scheint, versteckt bleiben. Warum? Um die User von Diensten abhängig zu machen, die dann noch viel mehr dienstliche Aufgaben im Hintergrund erledigen? Ich weiß es nicht.

Jedenfalls bin ich als Master of Desaster netzwerktechnisch stets bemüht, Eselsbrücken für die kryptischen Windows-Bezeichnungen zu finden, damit im Fall der Fälle mein schlankes Gehirn ausreicht, sie benennen zu können. In diesem Fall nun hatte sich die Eselsbrücke tief in mein Hirn eingebrannt und meinem menschlichen Gegenüber blieb neben den großen Augen der Mund offen stehen als ich einfach so anscheinend aus der Lamäng eintippte: shrpubw  - dabei dachte ich sehr wohl nach und zwar an "share" für teilen, "publishing" für veröffentlichen bzw. freigeben und an "w" für Windows - das ist falsch natürlich, nicht von Micosoft so gedacht, davon gehe ich jedenfalls aus, doch als eigene Eselsbrücke ist es absolut tauglich :-)

Das Laufwerk war dann binnen Sekunden betriebsbereit im Netzwerk vorhanden und ich war tatsächlich einmal der Held des Tages.

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