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Samstag, 18. Juni 2016

Markus Lanz

Das Ingenieurbüro der Entwicklungsabteilung hatte bei der biologischen Kopfvorlage des Markus Lanz dem zukünftig darin lebenden Organ zu wenig Raum zur freien Entfaltung seiner Gehirnwindungen belassen, so dass zwar die Wandstärke und die knöcherne Struktur im klingonischen Sinne einen hervorragenden Schutz gegen äußere Einwirkungen zeigt, der Ideenreichtum hingegen ziemlich eingeschränkt wird, ja mehr noch, es wurde so wenig Platz gelassen, der sogar ohne potentielles Wachstum zu Dauerschäden in Form von immerwährenden wabernden Dämmerzuständen bei der Nachberichterstattung sportlicher Ereignisse führt.

Die Existenz Lanz' wurde ohne Korrekturmöglichkeit mutiger Mutationen von der Evolution für kommende Gen-Generationen exemplarisch zum Zwecke einer Art Warntafel erschaffen, quasi als ein Schild, das für immer dem menschlichen Bauplan hinzugefügt worden ist und fortan dem Genom zur Umleitung auffordert bzw. vor einer entwicklungsphysiologischen Sackgasse warnt. Diese Aufgabe erfüllt Markus Lanz zur vollen Zufriedenheit und wir alle sind seinem mahnenden akustischen Sirenengeheul, das einem deutlich blinkenden Warnlicht in nichts nachsteht, äußerst dankbar, denn es hält unsere Chromosomen bis heute erfolgreich davon ab, seiner Dickschädelstruktur auch nur ansatzweise nachzueifern.

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