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Dienstag, 7. Juni 2016

Der neue "Cubis Pro"

Dass neben dem "Flash e Vapor" der "Cubis" mein Lieblingsverdampfer ist, habe ich schon mehrfach hier im Tagebuch geschrieben und brauche es folglich nicht unnötiger Weise zu wiederholen. Das langweilt nur. Für mich gibt es nichts, absolut nicht mal eine Kleinigkeit an diesen Verdampfern auszusetzen und entsprechend viele benutze und noch mehr besitze ich. Andere Dampferinnen und Dampfer haben aber schon ein wenig am "Cubis" zu bemängeln. Nun gibt es ein Nachfolgemodell und zwar den "Cubis Pro", der auf drei wesentliche Kritikpunkte vieler User eingeht, die da lauten:

1. Während des Befüllens legt man mangels dritter Hand meist die Topcap neben sich auf den Tisch ab, befüllt den Verdampfer und schraubt anschließend die Kappe wieder auf. Fertig. Genialerweise ist bauartbedingt der Verdampferkopf mit der Topcap verschraubt und verliert leider auf dem Tisch liegend einen winzigen Tropfen Liquid. Ihn überhaupt zu erwähnen, finde ich beinahe lächerlich, sein Vorhandensein zu kritisieren, schlichtweg albern. Dampferinnen und Dampfer sind allerdings Menschen des Alltags wie du und ich, daher auch nicht selten ein wenig beschränkt - wenn nichts Negatives zu finden ist, wird am Positiven das am wenigsten Positive als Negatives dargestellt. So eben auch der schlimme Tropfen Liquid. Hier findet das Nachfolgemodell eine Lösung, indem die Topcap samt Verdampferkopf nicht mehr beim Befüllen aus dem Verdampfer genommen werden muss und kein Tropfen Liquid mehr entweichen kann.

2. Ebenfalls wurde am "Cubis" kritisiert, dass beim Befüllen das letzte Drittel des Tanks leer zu bleiben hat, da durch das anschließende Eintauchen des Verdampferkopfes ins Liquid diese Menge Flüssigkeit verdrängt wird und bei einem zu vollen Tank am oberen Rand überläuft. Nach zwei- bis dreimaligem Befüllen entsteht ein Gefühl hierfür und der "Cubis" läuft nicht mehr über. Ich gebe zu, wer sich den Boden an Auto-Tankstellen einmal etwas gründlicher betrachtet, findet schnell unendlich viele Zeugnisse menschlichen Tankversagens. Scheinbar sind nicht alle Menschen für dieses Gefühl, einen Tank nicht zum Überlaufen zu bringen, empfänglich.

Also ist beim Nachfolgemodell dieser zweite Kritikpunkt durch das Ausmerzen des ersten Punkts ebenfalls berücksichtigt worden, denn da der Verdampferkopf beim Befüllen nicht mehr aus dem Tank entfernt werden muss, findet dort auch keine anschließende Liquidverdrängung mehr statt und ein Überlaufen ist schier unmöglich. Unmöglich? Naja, siehe die frischen Flecken auf dem Boden der Tankstelle bei dir um die Ecke.

3. Der dritte oft zu lesende Negativ-Punkt am "Cubis" lautet, dass die "AFC" (Air-Flow-Control = Luftzuführungskontrolle) unzureichend sei. Durch diese "AFC" kann der Zugwiderstand individuell angepasst werden. Hierzu findet sich beim "Cubis Pro" eine Weiterentwicklung, die auf diesen Kritikpunkt eingeht und den Verdampfer dahingehend verbessern soll. Dazu kann ich aber jetzt nichts sagen, da ich den "Cubis Pro" noch nicht ausprobiert habe. Mir persönlich ist die "AFC" allerdings sowieso wurscht, da sie bei mir immer vollends geöffnet wird. Wenn ich einen anderen Zugwiderstand wünsche, variiere ich diesen grundsätzlich nur über die Verwendung entsprechender Driptips. Somit ist dieser dritte Punkt für mich unerheblich.

Was mich allerdings beim "Cubis Pro" ziemlich neugierig macht - und deshalb werde ich mir zwei dieser Exemplare zulegen - ist das Rätsel, wie in Gottes Namen mit geringerer Baugröße dennoch 0,5 ml mehr Liquid hineinpassen soll. Es sind neben neuen auch dieselben "alten" Köpfe, die Verwendung finden, es ist dieselbe Breite aber der "Pro" ist kürzer. Logischerweise - bitte korrigiere mich, falls ich falsch liege - kann die Volumenerhöhung doch nur durch eine Verdünnung der Glaswand des Tanks erreicht werden oder? Bedeutet dünneres Glas nicht zwangsläufig eine Erhöhung der Bruchgefahr? Das weiß ich tatsächlich nicht, kann also nichts dazu sagen, noch nichts, deshalb will ich den "Cubis Pro" unbedingt ausprobieren. Es ist kein "HWV", es ist die pure Neugierde, die mich zum Kauf treibt.

So wie ich es heute erkennen kann, wird der "Cubis Pro" wahrscheinlich um einiges teurer werden als das bisher unglaublich preisgünstige, hochwertig verarbeitete und erfolgreich verkaufte Vorläufermodell. Naja, so etwas ist eigentlich nichts Neues, nicht wahr. Jedenfalls bin ich sehr gespannt und werde natürlich berichten.

Nachtrag, 5:15 Uhr:
Vorhin habe ich erst diese vernichtende Kritik Kevins über den "Cubis Pro" gesehen. So ähnlich hatte er auch den "Cubis" beurteilt. Es ist mir völlig schleierhaft, wie Kevin das hinbekommt aber er spritzt bei ihm tatsächlich auf Teufel komm raus - bei mir nicht oder nur sehr leicht, was normal ist (der "Cubis" ist hier dasselbe Prinzip wie der "Cubis Pro" und daher vergleichbar). Wie bereits erwähnt, habe ich etliche tagtäglich in Gebrauch. Ob es am Liquid liegt? Bei mir ist es eine 50/50-Mischung. Wer also seinen "Cubis" ebenfalls in die Tonne werfen möchte, immer her damit, ich nehme ihn dankbar entgegen. Für mich ist er neben dem Flashi einer der besten und alltagstauglichsten Verdampfer, die ich je ausprobiert habe, und das waren schon einige - aber wahrscheinlich gilt auch hier: jeder Jeck is' anders oder jedem Tierchen sein Pläsierchen ;-)

Vielleicht ist es aber ganz anders und der "Cubis" verhält sich eigen wie eine Katze; er sucht sich sein Dampferfrauchen oder Dampferherrchen selber aus. Beim einen schnurrt er, den anderen mag er nicht und zickt böse.

Nachtrag 2 (vom nächsten Tag):
Jetzt ist mir klar, wie Kevin das höchstwahrscheinlich hinbekommen hat. Er befeuerte den "Cubis" mit 70 oder 80 Watt, bevor sein Akkuträger die eingestellte Temperatur erreicht hatte. So ist es kein Wunder, dass eine Wicklung, die maximal 30 Watt verträgt, beginnt das Liquid zu verspritzen. Ein typischer "Userfehler".

Dasselbe kann dir auch geschehen, wenn du beispielsweise bei "Eleaf" oder "Joyetech" ein Firmware-Update deines Geräts durchführst, dann auf Temperatur dampfst aber vergisst, die Ausgangsleistung vorher herunter zu stellen. Standardmäßig ist dort nämlich ebenfalls die Maximalleistung von 75 Watt der Befeuerung eingestellt. Definitiv ein Fehler der Hersteller, ist aber nun mal so, muss man sich halt nach richten und es vorher SELBER beachten. Wer diesen Fehler begeht, sollte dann allerdings nicht ein Gerät schlechtreden, das gar nicht für diese Leistung eingerichtet wurde (entsprechender Verdampferkopf).

Kevin, das Video ist ganz und gar keine Glanzleistung von dir, eher ziemlich peinlich, würde ich sagen.

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