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Donnerstag, 23. Juni 2016

Das Public Viewing stibt aus

Warum bleiben die Menschenmassen beim Public Viewing aus? Wer meine Gedanken dazu wissen möchte, biddeschön :-)

  1. Großbildschirme, Leinwände, Beamer, all das findet sich heute in jedem zweiten Garten, während 2006 nicht mal in HD ausgestrahlt worden war. Zu jener Zeit besaß ich noch ein 4:3 Röhren-TV-Gerät und Public Viewing war für mich etwa wie Autokino der 70er Jahre.
  2. Dann die Korruption der Fifa. Ihre vollkommene Maßlosigkeit, das Geschmiere und Geschachere, ekelhaft. Wer möchte sich daran beteiligen?
  3. Der Kommerz, schlimmer als beim Oktoberfest oder beim Karneval. In dem Artikel der "Welt" wird dieser Aspekt ziemlich deutlich, finde ich.
  4. Und natürlich auch die Sorge vor dem Terror, die von den Medien im letzten Jahr tagtäglich geschürt wurde. Wie kann man sich über einen Rückgang der Menschen bei solchen Großveranstaltungen ernsthaft wundern, wenn man nichts anderes zu tun hat als eben diese Angst zu befeuern? Verstehe einer die Journalistinnen und Journalisten.
  5. Schlussendlich haben viele Menschen erkannt, dass diese Fußballereignisse nicht mehr Sportveranstaltungen sind, sondern lediglich Shows, die von allen möglichen Seiten benutzt und ausgenutzt werden. Das einzelne Rindvieh in der Herde mag zwar dumm sein wie Brot, hat allerdings die sog. "Schwarmintelligenz" einmal zu einem Entschluss geführt, setzt sich die Herde unbeirrbar in Bewegung. Daher würde ich schätzen, das Public Viewing, was wir von 2006 her kennen, ist wohl endgültig Geschichte.
  6. Ach ja, der Rückzug ins Private, der gehört ebenso noch hierzu, oder? Die Straßen und Plätze der Innenstädte werden abends und nachts zusehends dem Mob überlassen ähnlich wie in den USA. 

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