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Sonntag, 17. April 2016

Verschwiegenheitsklausel

Über die Arbeit darf ich bekanntlich nichts Konkretes öffentlich schreiben. Normalerweise schalte ich nach Feierabend komplett ab, das kann ich nach 30 Jahren Berufserfahrung ohne weiteres. Heute bleibt meine Arbeit im Kopf, denn nächste Nacht kann gefährlich oder jedenfalls ziemlich unangenehm werden. Da ich darüber nichts schreiben kann und für andere Gedanken aber kein Platz ist, war's das dann für heute.

Weshalb erwähne ich es denn überhaupt und schweige nicht einfach bis morgen? Tja, vielleicht weil ich dir indirekt sagen möchte, dass ich liebend gerne mehr dazu schreiben würde und mich selber ziemlich darüber ärgere, dass ich eben das nicht darf und mich an dieses Gebot halte.

Die Welt würde eine bessere sein, wenn alle Menschen immer und ohne Einschränkungen alles offen und ehrlich sagen könnten. Es gibt Gründe für Verschwiegenheit, doch das sind meines Erachtens Ausnahmen. Je mehr Verschwiegenheit existiert desto weniger Miteinander ist möglich. Aber je weniger Miteinander desto mehr Gegeneinander existiert.

Sei's drum, wenn ich meinen Job behalten will, muss ich mich auch an meiner Meinung nach falsche Regeln halten. Somit liest du heute hier wieder viel Text um wenig Inhalt. Is' auch nüscht Neues, gell.

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