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Dienstag, 5. April 2016

Nikotinstärke beim E-Dampfen

Heute mal wieder etwas aus der Welt des E-Dampfens. Ums kurz zu halten, du erinnerst dich an Ende letzten Jahres als ich mein "Erkältungs-Liquid" angemischt hatte?

Typischerweise ist bei einer Erkältung der gesamte Atmungsapparat entzündungstechnisch in Mitleidenschaft gezogen und reagiert auf äußere Einflüsse/Reize sehr empfindlich. Man schmeckt darüber hinaus so gut wie nichts mehr. Also mischte ich mein Liquid auf 1 Prozent Nikotinbeigabe herunter und verpasste ihm eine ordentliche Portion Zitronen-Minze-Aroma. Zitrone-Minze schmeckt man bei Erkältungen immer noch, deshalb werden auch Zitronentee (kein echter Tee, meist handelt es sich um Zuckerwasser mit Zitronenaroma), Zitronen-Lutschbonbons und dergleichen gerne empfohlen. Lange Rede, kurzer Sinn, es funktionierte, schmeckte lecker, tat aufgrund des geringen Nikotingehalts nicht mehr weh und ich erlebte sogar während meiner Krankheitstage einen wunderbaren Genuss. Tröstlich und daher gesundheitsfördernd zugleich.

Als Mensch handle ich menschentypisch und hatte seither diesen Genuss versucht festzuhalten, was mir auch prima gelungen ist. Dann dachte ich, wenn doch 1% Nikotin (1 mg/ml) nun für einen leichten Flash völlig ausreicht, der noch dazu durch die Zitrone-Minze eine zwar andere, so aber doch ähnliche Unterstützung erfährt, wieso dann nicht auch ganz ohne Nikotin? Das funktionierte allerdings nicht, man benötigt also tatsächlich Nikotin als Teil des Genusserlebnis' - hier sind wir beim Kaffee angelangt, denn da ist es genauso, entkoffeinierter Kaffee schmeckt dauerhaft ebenso fad wie nuller Liquid. Also experimentierte ich weiter und halbierte den Nikotingehalt von einem Prozent zu einem halben Prozent. Was soll ich sagen, wunderbar, das Liquid schmeckt genau wie vorher. Monatelang dampfe ich "1er" und wochenlang nun schon "1/2er" Liquid. Nebenbei verdoppelt sich dadurch die Zeit für meine Bunkerbasis, ich komme nun ein halbes Jahrhundert damit aus - theoretisch, denn niemand hat jemals praktisch versucht, Nikotin-Basis über eine solche Zeitspanne aufzubewahren - und auch ich werde aus biologischen Gründen dieses Langzeitexperiment nicht bis zu seinem Ende begleiten können, man lebt halt nicht ewig.

So, und jetzt komme ich erst zum eigentlichen Thema für heute.

Letzte Tage (es war nachts auf Arbeit) ging das Liquid in meiner Dampfe zur Neige aber ich hatte vergessen, das Nachfüllfläschchen einzustecken. Es war aber im Rucksack eine Art Reservefläschchen vorhanden. Irgendwo beim Kleinkram lag es herum. Allerdings handelte es sich um ein dreier Liquid, also noch das alte mit 3 Prozent Nikotin angemischte. Ich schüttete es in den Verdampfer (beim "Cubis" kann man durchaus von "schütten" sprechen) und dampfte munter damit weiter. Bereits nach kurzer Zeit hatte ich genug vom Dampfen, eine echte Überdosis Nikotin, leichte Kopfschmerzen und Kreislaufschwankungen setzten ein, genau so, wie's jeder halt kennt, wenn man die eine Tasse zu viel Kaffee zu sich genommen hat. Ist das nicht irrwitzig? Von einem 3er Liquid! Letztes Jahr zur selben Zeit lag ich noch bei 16er Liquid. Weshalb hat sich das so sehr verändert?

Das hat drei Gründe:

1. Das automatisch veränderte Zugverhalten von der traditionellen "Mund-Zu-Lunge" Inhalation zu einer Mischform oder einem leichten "Direkt-Auf-Lunge" Ziehen. So ähnlich wie beim Shisha-Rauchen, aber eben nicht durch das Einatmen durch die gesamte Lungenkapazität, deshalb schreibe ich von einer Mischform, ist schwierig, genau zu erklären.

2. Durch die Optimierung der Flashi-Wicklungen mit etwas dickerem Kanthaldraht (Durchmesser der so entstandenen Coil = ca. 3,5 mm) und um die 18 bis 20 Watt Befeuerung (aber eben nicht höher!) bei gleichbleibendem Ohmwert der Coil zwischen 1,3 und 1,5 Ohm und herausgenommener Luftschraube.

3. Durch die Verwendung meines Alltags-Verdampfers, des "Cubis" mit 0,5 Ohm Edelstahl-Fertig-Coil bei 25 Watt. Das entspricht geschmacklich und dampftechnisch eins zu eins der Flashi-Wicklung.

An meinem Dauerdampfverhalten hat sich hingegen kaum etwas geändert, von 10 ml ist mein Liquid-Verbrauch auf 15 ml pro Tag angestiegen, weiter nicht, und ich hänge nach wie vor ständig an der Dampfe. Um die Wärme oder Hitze der Verdampfen besser steuern zu können, benutze ich im Alltag 3 Flashis und 5 Cubis-Verdampfer (alle auf fest zugewiesenen Akkuträgern geschraubt). Das ist sehr, sehr praktisch. Da es sich im Laufe des letzten Jahres dahin entwickelt hat, und als Selbstmischer, für den kaum Kosten fürs Liquid anfallen, ist dies eben überhaupt nicht teuer, ja, nicht einmal finanziell spürbar. Die Hardware, das ist aber noch mal ein ganz anderes Thema und einen eigenen Eintrag wert. Demnächst, denn ich möchte nicht zu viel übers E-Dampfen hier schreiben, sonst verliere ich dich als "Allgemein-Leserin/-leser" vielleicht noch - jemanden zu langweilen, wäre die absolut schlimmste Vorstellung für mich.

Also, die kurzgefasste Erkenntnis aus diesem Tageseintrag: meine Wenigkeit dampft mit nur einem halben Milligramm Nikotin pro Milliliter Liquid genüsslich wie eh und je. Das ist sogar ca. 2/3 weniger als Koffein beim Kaffeetrinken. Kaffee zu verkaufen, wird gesetzlich nicht eingeschränkt, das darf man immer noch ohne jede Altersbeschränkung. Kaffee für Jugendliche ist kein Problem. Dabei sind die Inhaltsstoffe des Kaffees weitaus vielfältigerer im Vergleich zu den wenigen harmlosen des Liquids. Wenn du vielleicht mal einen Blick auf den Inhalt des Kaffees werfen möchtest - aber halte dich gut fest, du kommst nämlich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Alles legal und auch für Jugendliche erhältlich.

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