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Freitag, 25. März 2016

Selbstmedikation

Wie gesagt, das alljährliche österliche Grauen ist wieder angekommen, da bin ich heilfroh, an diesen Tagen arbeiten zu müssen, also über den 100-prozentigen steuerfreien Feiertagszuschlag hinaus, ich meine, würde der Arbeitgeber wissen, dass ich sogar dankbar bin, an diesen Tagen arbeiten zu dürfen - doch ich muss inne halten, nachher liest er noch hier zufällig mit ;-)

Jedenfalls hatte ich gestern und heute zwischendurch frei, war kurz bei Edeka einkaufen - natürlich, nahm auch Eier mit, denn über die Angebote fast abgelaufener Ostereier konnte man in jedem Gang beinahe stolpern, und siehe da, diese Eier zuhause zu haben, war sogar goldrichtig, denn es ereignete sich folgendes:

Über meine derzeitigen Schlafstörungen (Vollmond?) hatte ich ja schon geschrieben. Es überkam mich gestern gegen 20 Uhr eine anfallartige Müdigkeit, der ich, da frei, Folge leistete und mich auszog und ins Bett legte. Sofort verfiel ich in einen steinartigen Zustand - aber träumte und wachte bereits nach wenigen Minuten in einer Heißhunger-Attacke wieder auf. Heißhunger auf Spiegeleier mit gebratenen in dickeren Scheiben geschnibbelte Mettwürstchen. Als 99,9-Prozent-Vegetarier gibt’s bei mir längst keine Würstchen mehr aber Elli bekommt täglich eine Mettwurst und Edeka sei Dank lag mal wieder ein großer Vorrat beim Hundefutter (geräucherte Mettenden, die ohne Kühlung in Plastik eingeschweißt eine Ewigkeit haltbar sind). So stand ich im Schlafanzug (den von Adam, den will wirklich keiner sehen) vorm Herd. Vier Spiegeleier, zwei Mettwürstchen, das ist blitzschnell zubereitet, Scheibe Toast dazu, Prise Pfeffer, Salz = fertig. Herzhaft, lecker, Kalorien hin, Kalorien her. Danach sofort wieder ins Bett und selig war ich tief und fest eingeschlafen beinahe rund um die Uhr.

Da kann man mir doch erzählen, was man will, dieses Nachholen von Schlaf aufgrund eines Defizits in Verbindung mit einer solchen konkreten Heißhungerattacke, hierbei hat sich der Körper quasi selbstständig regeneriert. Er hat sich die benötigten Stoffe durch mich, seinem Sklaven, besorgt und sie dann in einer tiefen Schlafphase in aller Ruhe verarbeitet und verabreicht. So etwas ist garantiert gesünder als jede Arznei.

Jetzt bin ich körperlich und seelisch topfit und freue ich mich auf Ostern bei der Arbeit.

Übrigens, Großmutters Sorge nach ausreichend Schlaf und genügend reichhaltigem Essen ("Kind, du musst was essen"), sollte man nicht arrogant als liebgewonnene Schrulligkeit vom Tisch wischen, denn hinter ihrer Sorge steckt oft viel mehr begründete Lebenserfahrung als man denkt. Ich meine, für den oder diejenige, für die es stylischer ist, bei jedem Zipperlein und "Burn-Out-Symptömchen" gleich teuer bezahlte trendige Modearzneien zu sich zu nehmen, also solchen Marionetten ist im Leben eh nicht mehr zu helfen, Oma hin oder her, aber all die anderen sollten doch einmal nachdenken, wer denn am lautesten über Oma lacht und am Verschwinden etlicher Hausmittel ein besonderes Interesse hegt.

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