Donnerstag, 3. Januar 2013

Interessantes Rätsel ganz nebenbei

Die von mir sehr geschätzte Gabi aus Österreich stellte in dem Beitrag über ihre kulturelle Quartalstatistik so ganz beiläufig die Frage nach dem Gegenteil von "Präferenz". Nun, in deutscher Sprache wissen wir es natürlich alle, die Präferenz ist die Vorliebe, demnach ist das Gegenteil die Abneigung. Das fragte aber Gabi nicht, so ich sie richtig verstehe, sondern es wird zum Wort "Präferenz" das Gegenteil gesucht, also das Antonym.

Hmm, da ich fürs Abitur Anfang der 80er Jahre (Abendgymnasium) nur das kleine oder einfache Latinum benötigte, fehlt mir natürlich umfangreiches Wissen dazu. Googeln geht in diesem Fall tatsächlich kaum. Man kann lediglich lateinische Übersetzungen für "Abneigung" finden ("invidia"; "aversatio"), das war's aber auch schon.

Demnach tippe ich dann mal ganz bescheiden auf entweder "Postferenz" oder "Antiferenz", wenngleich es diese Begriffe überhaupt nicht gibt, da sie nicht googelbar sind. Damit stellt sich eine weitere Frage: Ist alles, was man nicht googeln kann, nicht vorhanden oder falsch?

Hiermit rufe ich die großen Humanisten unter meiner kleinen Leserschaft auf: Wie lautet die korrekte Lösung?

Kommentare:

  1. Warum taucht mein Kommentar hier nicht auf?
    Ist vielleicht " Aversion" gemeint?

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  2. "Warum taucht mein Kommentar hier nicht auf?"
    Keine Ahnung, ich hab nix jemacht :-)

    "Ist vielleicht " Aversion" gemeint?"
    Sinngemäß sicher richtig, ich erwähnte ja "aversatio" aber ich weiß nicht, ob es einen Wortstamm "ferenz" oder ähnliches gibt. Bekannt wäre ja hier: Referenz, Konferenz, Differenz - warum gibt es dann scheinbar nicht auch Postferenz bzw. Antiferenz?

    Wenn "ferenz" kein Wortstamm sein sollte, aber ich meine "ferenz" ist ein Wortstamm, nur woher, also welcher denn? ... So richtig verstehe ich's immer noch nicht.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.