Samstag, 10. November 2012

Besser Schlafen

Du, liebe Leserin, lieber Leser, wirst mir nicht glauben, was ich dir jetzt erzähle, doch ich schwöre, es ist die Wahrheit!

Seit vielen Jahren steht mein 1,40-Meter-Bett im Schlafzimmer, so wie es steht. Eher schlecht schlafe ich darauf, unruhig, nervös und vor allem wenig. Wenn ich aufstehe, so tu ich das sofort als wolle mir das Unterbewusste damit zeigen, wie froh es ist, endlich aufstehen zu können. Wie gesagt, das geht alles seit Jahr und Tag so.

Seit knapp einem Monat schlafe ich nicht mehr auf diesem Bett, sondern in diesem Bett.

Unerklärliche Gründe gaben mir vor ca. einem Monat den Gedanken - vielleicht war doch sogar Moggadodde mit ihrer "Bettgeschichte" ausschlaggebend, man weiß es nicht - Georg, drehe dein Bett doch einfach mal um, und schaue, was passiert.

Ich habe es nur um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht, so dass mein Kopf nun in Richtung Fenster liegt, und was soll ich sagen? Alles hat sich verändert! Ich schlafe mehr und ausgeruhter. Werde ich wach, mag ich kaum aus dem Bett steigen, so gemütlich ist es darin, so wie ganz früher, da hatte ich auch immer gerne geschlafen. Sehe ich jetzt alleine das Bett, so befällt mich eine tiefe Sehnsucht sofort dort hineinzufallen und mich in ihm herum zu lümmeln. Vorher hatte ich immer diagonal und gewühlt im Bett gelegen, jetzt nicht mehr, ich liege ausgeruht und zufrieden einfach ziemlich gerade im Bett. Noch mal: Alles hat sich geändert!

Nur weil ich das Bett seit Jahren jetzt um 90 Grad gedreht habe? Ja, anscheinend nur deshalb. Warum das so ist, weiß ich nicht, glaube aber nicht an solch einen Quatsch wie Erdlinien und auch nicht an die zur Zeit hippe chinesische Philosophie (deren Namen mir jetzt nicht einfällt) - nein, auch Elektrosmog halte ich für mehr oder weniger Unsinn - dennoch, und ich trau mich kaum, es hier zu schreiben, die Drehung des Bettes um 90 Grad im Uhrzeigersinn bedeutet ein erholsameres und freudigeres Schlafen und Zu-Bett-Gehen. Und zwar in einem Maße, wie ich es seit vielen Jahren nicht mehr kannte.

Was kann man jetzt dazu sagen? Ich bin perplex aber genieße den momentanen Status natürlich. Wenn man nicht mehr weiter weiß, sagt man immer, müsse alles weiterhin beobachtet werden. Ja gut, ich beobachte nun. Das Leben ist doch verrückt, oder?!

Kommentare:

  1. Wie schön, Georg! Ich habe Dixie davon erzählt und sie freut sich sehr, dass "ihr" Kniff Dir so helfen konnte. Guten Schlaf wünschen wir!

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  2. Ich bin immer noch bass erstaunt über diesen Kniff, und dass er tatsächlich funktioniert. Grüß Dixie schön von mir, und ein angenehmes Wochenende wünsche ich dir.

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Zu alten Blogeinträgen (ab dem zweiten Monat ihrer Reifung) kannst du leider nicht mehr kommentieren, denn um die Lagerung all meiner täglich aromatisierten verbalen Liquids über Jahrzehnte hinweg im Auge zu behalten, geschweige denn ihre Kommentare, bin ich als einzige also einzelne verantwortliche Person schlicht überfordert. Ja, so isses nun mal. Danke trotzdem für dein Interesse.