Mittwoch, 21. November 2018

Dienstag, 20. November 2018

Betreff: Bekannt

Der belesene Besucher (maskulin, da sich die Bezeichnung auf "der Mensch" bezieht) der Kraftvergeudung weiß natürlich, weshalb es gegenwärtig hier im Blog eintragstechnisch eher tröpfelt als fließt. Dem zufällig während eines Zwischenstopps hier gelandeten Gast ("Gästin" wird übrigens nicht erst seit den Tagen Jacob und Wilhelm Grimms benutzt, sondern immer mal wieder seit jeher und erscheint auch schon jahrelang im Duden, was hier allerdings in Bezug zum Oberbegriff "der Mensch" ebenso irrelevant ist), dem Gast also sei hingegen mit nur einem einzigen Wort die Ursache meiner hauptsächlichen Abwesenheit erklärt: "Serienmarathon". Wer das immer noch nicht vollumfänglich verstanden haben sollte, dem sei hiermit geduldig und freundlich kundgetan, dass es sich dabei um eine sportliche Freizeitaktivität des Geistes handelt, ähnlich der des Schachspiels, das bekanntermaßen ebenfalls als eine Sportart gilt.

In diesem Sinne feuere ich auch deinen Marathon, gleich welcher Art, mit einem aufmunternden und kräftigen "Hop! Hop! Hop! Du schaffst das!" an.

Montag, 19. November 2018

Alte Socke "The Wire"

Gerade sind ein paar freie Tage und Nächte angesagt, da nutze ich diese ideale Gelegenheit, endlich eine lange Serie intensiv, das heißt ziemlich am Stück zu Ende anzuschauen. Die erste Staffel hatte ich vor mehr als 10 Jahren bereits gesehen, die weiteren vier Staffeln aber verpasst: zuerst, weil ich nicht an sie herankam, später dann hatte ich sie einfach vergessen. "The Wire" lautet ihr Name und sie wird bei Wikipedia bereits im Kopfeintrag mit dem Satz beworben: "Manche Kritiker bezeichneten ꞌThe Wireꞌ als die beste Fernsehserie aller Zeiten." Daran erkennst du übrigens wieder sehr schön, wie weit sich Wikipedia bei vielen Artikeln bereits von einer Enzyklopädie entfernt hat und zu einer Art Schüler-Infoblog verkommen ist (schon mal im Brockhaus den Eintrag gefunden: "Die Dampfmaschine James Watts wird von manchen Historikern als die beste Erfindung aller Zeiten bezeichnet"?).

Nun, abgesehen von der Sucht nach Superlativen liegt die "beste Serie aller Zeiten" natürlich im Auge des Betrachters. Für mich ist "The Wire" eine hervorragende 9-von-10-Punkte-Serie, die mit 60 Teilen à knapp einer Stunde wunderbar in meine fast freie Restwoche passt und perfekt von der nötigen Hausarbeit (putzen, saugen, reparieren) ablenkt.

"Wo bleibt das Waschen in der Aufzählung?" Waschen alles in allem kalkuliert am Beispiel von stinknormalen Socken lohnt kaum bei einem Neupreis von rund 50 Cent für ein Paar neuer Baumwollsocken, es sei denn, sie werden täglich gewechselt, doch wer macht das im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten schon in der Freizeit zu Hause? Ich jedenfalls nicht, mein Körper produziert nämlich definitiv keine toxischen Substanzen, die täglich meine Wäsche zu Sondermüll deklarieren würde. Und wer nicht schwitzt, bekommt sowieso keine Schweißfüße.

So, dann wünsche ich dir einen von möglichst jeder schweißtreibenden Anstrengung befreiten Start in die neue Woche. Spart Waschmittel.

Sonntag, 18. November 2018

Wie weit darf ein Spamfilter gehen?

Was die Spam-Flut betrifft, so bin ich seit wenigen Jahren bekanntlich ein glücklicher Mensch. Seit dem ich nicht nur einzelne Absender blockiere, was sich als ein endloses Unterfangen herausstellte, bei dem ich ständig der Kreativität der Versender quasi hinterher hinke, sondern seit ich ganze Top-Level-Domains sperre. Seit dem herrscht Ruhe. Nur vereinzelt erreichen mich noch Spam-Nachrichten.

Nun könne man sagen, ein solches Aussperren diskriminiere Menschen, zumal ich derzeit sogar aus drei Ländern jeglichen E-Mailverkehr blockiere. Diesem Vorwurf halte ich entgegen, dass er lediglich theoretischer Natur ist, denn in 25 Jahren, in denen ich täglich E-Mails schreibe und E-Mails bekomme, existiert nicht eine einzige Person, deren E-Mailaccount auf einem dieser blockierten Server liegt, auch nicht von jenen Menschen, die aus den Ländern stammen. Wobei ich mit keinem Menschen aus Kolumbien jemals per Mail kommuniziert habe aber beispielsweise mit mehreren aus der Ukraine, sie jedoch wissen selber, dass die "ua-Domain" im höchsten Maße unseriös ist und verwenden von Anfang an alternative Adressen.

Wenn nicht von mir persönlich, so erfährt jeder Mensch meine E-Mail-Adresse einzig und alleine aus meinem Impressum. Alle anderen Informationsquellen gelten daher als unseriös. Noch dazu weise ich im Impressum ausdrücklich darauf hin, dass bestimmte TLDs nicht für den E-Mail-Verkehr taugen.

Jetzt bin ich bekanntlich rechtlich verpflichtet, meine E-Mail-Adresse anzugeben. Dem komme ich durch das Impressum nach. Allerdings habe ich noch nirgendwo von rechtlichen Bestimmungen gelesen, die von mir fordern, die Mailadresse für alle Versender weltweit verfügbar zu machen. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass man Menschen dazu zwingen könnte, auf einen Spamfilter zu verzichten - denn nichts anderes ist die Blockade bestimmter in der Realität bevorzugter TLDs für den massenweisen Spam-Versand. Die Spammer weichen doch gerade auf diese TLDs gerne aus, da sie in diesen (korrupten) Ländern oder Organisationen vor Strafverfolgung geschützt sind. Im Übrigen gibt es noch kein internationales Recht, das so etwas regelt, und deutsches Recht kann mir schließlich schlecht Vorschriften über die internationale Kommunikation machen. Oder übersehe ich hier etwas?

Wie du hingegen nicht übersehen kannst, kaum hat der Jung ein paar Tage Freizeit, muss er sich schon wieder über so unwichtige Dinge den Kopf zerbrechen. Das kommt ja beinahe einer Verschwendung von Ressourcen gleich, nicht wahr? In diesem Sinne, lass dich bloß von mir nicht anstecken und zerbreche dir heute nicht über Überflüssiges deinen hübschen Kopf.

Samstag, 17. November 2018

FFF und Rätselauflösung

FFF - frisch, fröhlich, frei. Frisch, weil … naja, sieh aufs Thermometer. Die gesamte Nacht ohne Unterbrechung draußen im Frost, da kann man durchaus von frisch sprechen, gell?

Fröhlich, denn diese Arbeitsnacht liegt hinter mir. So kalt es auch war, so wunderschön leuchten zur Zeit die Sterne. Als seien es LED-Lichter, klar und hell. Und fröhlich auch, weil ich seit vorhin aus meinen Klamotten befreit bin und im siffigen Homedress im Schlabberlook sitze. "Wie wärꞌs vielleicht mal mit waschen?" Hey, heute zahlt man exorbitante Preise für Kleidung mit extra Rissen und Flecken, glaube mir, es kommt der Tag, da sitze ich hier als Trendsetter in original Designer-Einzelstücken.

Frei: ich habe wieder dienstfrei die nächsten Nächte. War nur kurz auf einer Ferienfreizeit. Der nötigen Bewegung halber und so :-)

Apropos so: So, nun folgt die Rätselauflösung. Nummer 1: Selbst winzig, wie die Büroklammer ist, ist sie wohl eine der größten und nützlichsten Erfindungen der jüngeren Geschichte. Über ihre Bestimmung hinaus, lässt sie sich für alle möglichen Zwecke benutzen. Sie klemmt, klammert, popelt und verbindet. In den 90er Jahren erlangte sie als "Karl Klammer" Berühmtheit in der Microsoft Word-Hilfe und in den 40er Jahren war sie politisches Symbol für den norwegischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Wenn du das Foto (klick mal drauf und mache es groß) riesengroß als Fotodruck hinter Glas ins Arbeitszimmer oder in die Diele hängen würdest, machte es sogar richtig war her, finde ich.

Die Nummer 2 war schwieriger wegen des kleinen Ausschnitts. Es handelt sich um eine jener zwei Federn, mit der ich 2013 Elli als Indianerin geschmückt hatte. Es war gestern übrigens das erste Mal seit Ellis Fortgehen, dass ich mir ihren Fotoordner wieder angeschaut hatte. Da ist schon ein merklicher Kloß in meinem Hals, ganz leicht fällt es mir immer noch nicht, ihre Bilder zu betrachten. Naja, das ist aber eine andere Geschichte, life goes on, es ist einfach so.

Bis morgen dann in alter Frische. Frisch, fröhlich, frei, einen solchen FFF-Samstag wünsche ich dir heute ebenfalls.


Freitag, 16. November 2018

Bilderrätsel

Ach, schon lange gab es kein Bilderrätsel mehr. Dann gibtꞌs jetzt gleich zwei. Da ich heute nur eine Nacht arbeiten muss (das empfinde ich übrigens wie einen sportlichen Ferienaufenthalt), wird die Auflösung erst Samstagmorgen erscheinen.

Nummer eins: Ich behaupte, dieses Teil hat jeder Mensch im Haushalt.



Nummer zwei: Hat zwar nicht unbedingt jeder zu Hause, wohl aber bestimmt jeder schon mal in der Hand gehabt. Der Staub zeugt eindrucksvoll davon, dass dieses Ding schon ewig lange im Regal steht oder am Regal hängt. Hä? Viel Spaß beim Raten :-)


Donnerstag, 15. November 2018

Verfassungsschutz an der Leine


Da braucht man nur seine Menschenkenntnis, um bereits auf dem Foto zu erkennen, dass mit dem neuen Verfassungsschutzpräsidenten, Thomas Haldenwang, die Regierung, gleich welcher Art, ein williges Hündchen gefunden hat, das ihr sanft aus der Hand fressen wird und seinem Frauchen und Herrchen auf Zupfiff gehorcht. Dressiertes Deutschland.

Der Mensch, das Tier

Lesetipp mit gleichzeitiger Vorankündigung auf den 2. Teil: "Antifa als Religion (1): Der Steinwurf". Besonders der in Westdeutschland aufgewachsenen und geprägten Generation hält hiermit Oliver Zimski einen Spiegel vor, in dem auch ich mich mit meinem Denken und Empfinden exakt widergespiegelt sehe. Sehr lesenswert:
"Im Handumdrehen verwandeln sie sich in einen brüllenden Mob, mit hassverzerrten Mienen und aufgerissenen Mündern: „Nazis raus, Nazis raus!“ Meine Antwort auf die Frage des Antifa-Führers hat gereicht, um uns in Sekundenbruchteilen zu Aussätzigen zu machen, zurückzuversetzen auf einen mittelalterlichen Marktplatz, voll von Anhängern der Inquisition: Auf den Scheiterhaufen mit den Ketzern, verbrennt sie!"
Ja, wir glauben heute immerzu fälschlicherweise, das Mittelalter längst überwunden zu haben, doch der Mensch bleibt, was er ist: auf der einen Seite liebevoll, intelligent und mitfühlend, auf der anderen Seite aber genauso ein verletztes und dadurch hasserfülltes wildes Tier in seinem Furor. Und das gilt für alle Seiten.

Übrigens werte ich das nicht, sondern stelle es nur fest: jeder Mensch ist verletzt, ohne Verletzungen gibt es gar kein Leben. Bei jedem Wettstreit gibt es Gewinner und Verlierer. Man kann die Entwicklung sogar noch weiter zurückdrehen zu den mit Bauklötzchen spielenden Kleinkinder: das eine baut einen mächtig hohen Turm und erfreut sich daran, dem anderen gelingt dies nicht und es fühlt sich benachteiligt (verletzt), es zerstört den hohen Turm und meint, damit die Gerechtigkeit wiederhergestellt zu haben. Das ist natürlich falsch, doch das selber als falsch zu erkennen, bedeutet gewissermaßen die Menschwerdung. Es kommt also nicht so sehr darauf an, Verletzungen zu vermeiden, als vielmehr darauf, mit ihnen umgehen zu lernen.

Pfeif drauf

"Georg, du kannst doch nicht vollkommen desinteressiert und kommentarlos dastehen und in deinem Tagebuch davon berichten, wie du in deiner Freizeit ungewaschen, faul und sinnlos von morgens bis abends in deinen vier Wänden so herumgammelst, womöglich noch in der Nase dabei popelnd und deinen Arsch kratzend, während ringsherum der Boden deines Daseins, des Landes, des Kontinents, ja, der gesamten Welt zu zerbröseln beginnt und sogar die allgemein in deinem Leben als zu achten und zu lieben gelernten Werte sich mehr und mehr unter hysterischem Geschnatter in Auflösung befinden".

Doch ja, das kann ich.

Und stimme derweil ein fröhliches Liedchen an, dessen neckischer und imaginär wärmender Einwurf in den Tackt, "Eukalyptusbonbon!", ich grölend gut gelaunt hinausschmettere: "Oh, du wunderschöner We-he-hesterwald [Eukalyptusbonbon!], über deine Höhen pfeift der Wind [pfeif] so kalt, jedoch der kleinste Sonnenschein dringt tief ins Herz hinein."