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Freitag, 14. August 2020

Spiel und Spaß in der Dürre

Der Mais steht zwei Meter hoch im Grün, die Felder brauchen nicht bewässert zu werden, die letzte Nacht war zu 95 % mit Luftfeuchtigkeit durchdrungen, so dass meine Klamotten am Morgen mehr als klamm waren, regelrecht von außen nass. Meine Brillengläser beschlagen nachts draußen alle paar Minuten, Boden und Pflanzen sind seit Wochen pitschnass - aber die Medien beginnen wieder mit den Erzählungen von der Dürre - nicht von Trockenheit, nein, es muss die größte Kanone dafür herhalten: Dürre. Da fasse ich mich doch an den Kopf. Ja, geht denn heutzutage keiner mehr in die Natur und öffnet seine Augen?

Aber das Grundwasser sinke doch … Himmel, Arsch und Zwirn! Mit der Klimapanik die eigene Misswirtschaft der Wasserversorgung kaschieren, so sind sie, die Politiker. Solche Bürgermeister sollten von ihren Bürger*innen schleunigst aus dem Amt gewählt werden. Demnächst wird jedes Unvermögen mit Klima oder Corona entschuldigt. Wie praktisch.

Im hiesigen Ort stehen übrigens Bürgermeisterwahlen an, die Wahlbenachrichtigung habe ich just heute erhalten. Hier gibt es aber keinen dürre-klima-larmoyanten Bürgermeister, meine Wenigkeit braucht also nicht politisch aktiv zu werden ;-)

Seit nur einer Woche erleben wir den Hochsommer. Mit Regen, Gewittern, Schwüle, Hitze. Meine Nichte füllt im Garten jeden Tag die Plantschbecken für die kleine Käthe auf, die Kinder der Bekanntschaft kommen täglich hierher und haben alle ihre Freude daran. Die Schar geretteter Entenküken drumherum, das halbe Dutzend Hunde dazwischen tollend, so zeigt sich der Unterschied in der Realität von einerseits dem smalltalkig zustimmenden Jammern: "Jaja, die schlimme Dürre, Klimawandel, Corona, oje, oje ..." und andererseits den Erfordernissen einer die Nerven der Eltern schonenden erfolgreichen Kinderbespaßung in Zeiten, in denen dies öffentlich nicht mehr möglich ist. Und das sehe ich mit vergnügten Augen. Die Lebenswirklichkeit ist heute im Wesentlichen nicht anders als vor 50 Jahren. Egal, was Medien und Politiker*innen unken.

Mittwoch, 12. August 2020

Feuchte Lappen und Prozentrechnung

In der Hitze unterm Dach zerflösse ich, gäbe es nicht den einen riesigen Vorteil des Alleine-Wohnens, denn trotz dass sogar die Gumminoppen/Füßchen unten an der Tastatur sich angesichts der Temperaturen lösen, kann ich frei und nackig mit feuchten Waschlappen meiner biologischen Hülle alle paar Minuten ein angenehmes Raumlima vorgaukeln. Das tut wirklich richtig gut.

Ansonsten habe ich der Webseite "Sonnenwinde" ein kleines Schwesterchen hinzugesellt. Man kann nun zwischen der sehr großen und einer kleinen Version auswählen. Wie du weißt macht so etwas zwar viel Arbeit, aber da ich sie als Entspannung wahrnehme, trifft der Begriff "Arbeit" dafür eigentlich nicht zu - obwohl ich für die kleinere Variante doppelt so viele Stunden benötigte als für die große (die komplette letzte Nacht). Das hatte hauptsächlich mit einer ordentlichen Fotoanpassung zu tun und der neuerlichen manuellen Linkvergabe (bei der Hitze geschehen unendlich viele Konzentrationsfehler). Im Zuge dessen habe ich übrigens festgestellt, dass der Unterschied der Bildauflösung von 1920 zu 1280 exakt 33,33 Prozent beträgt. Das hatte ich nicht gewusst, auch nicht errechnet (als ob ich sowas jemals vorher ausrechnen würde), doch es hatte sich praktisch so ergeben. Mit diesen also versuchstechnisch herausgefundenen Parametern ließen sich die Fotos dann perfekt anpassen. Aber was interessiert auch das an einem solchen Hitzetag, nicht wahr?

Schmelzguß.

Achja, die Moderation ist wieder abgeschaltet, Kommentare sind ohne Einschränkungen möglich. Es kommt kein Spam mehr an. Dauerhaft nicht, wie's scheint.

Dienstag, 11. August 2020

Aus der Schwitzhütte

Warte auf einen Zahnarzttermin (der vor-vorletzte, dann ist es nach einem halben Jahr endlich geschafft) und bastle derweil etwas am Design der Seite "Sonnenwinde". Damit vergeht die Zeit schneller. Die letzte Stunde war ich nur mit dem Hintergrundbild der Startseite beschäftigt. Ausschneiden, malen, einfärben, anpassen - obwohl es eine virtuelle Arbeit ohne Lack und Kleber ist, kleben meine Hände trotzdem. Nicht allein sie, die gesamte Masse Georg ist bei dieser Hitze in klebriger Auflösung begriffen :-)

Darum lass ichꞌs jetzt besser für heute bleiben in diesem Tagebuch. Schwitze schön! Schwitzen ist gesund, kriegste derzeit kostenlos von der Natur frei Haus.

Montag, 10. August 2020

Sonntag, 9. August 2020

Nur so

Die Fotos kennst du alle schon, doch jetzt habe ich sie mal zusammen auf eine Seite gestellt. Nur so zum Gucken :-)

Samstag, 8. August 2020

Vorbilder

Es ist nichts Neues, doch das Video lohnt wirklich, weil Charles Krüger die Scheinheiligkeit u.a. der Grünen wunderbar auf den Punkt bringt :-)


Tja, so war das schon immer mit den Ablassbriefen. Der Unterschied der CO2-Zertifikate liegt darin, dass im Mittelalter jeder gläubige Mensch seinen Freibrief aus eigener Tasche hat bezahlen müssen, hingegen lassen die Politiker andere - uns - für ihre Sünden aufkommen. Ablasshandel 2.0 sozusagen. Clever ist es ja, das muss ich zugeben, und so lange die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger diese Leute für ihr Tun auch noch belohnt, indem sie sie in ihre Ämter wählt … Was soll man dazu weiter sagen?

Freitag, 7. August 2020

"Die Welt ignoriert das Leiden der Jesiden"

Beim Lesen des Artikels von Dawood Saleh steigt in mir Scham und unendliche Wut auf über die Ignoranz und Verachtung der Medien, denen das Schicksal der Jesiden kaum eine Zeile wert ist.

"Jedes Jahr schäme ich mich, Teil dieser hässlichen Welt zu sein, in der Menschlichkeit nur noch ein Wort ist; einer Welt, in der alles zu politisch geworden ist und die einzigen Interessen Gier und Macht sind. Die Regierungen spielen mit unserem eigenen Leben ..." - weiterlesen.

Panik schüren

Eine Lehrerin steckt sich in den Ferien mit dem Corona-Virus an. Daraufhin wird ihr komplettes Gymnasium vorsorglich geschlossen. Das wiederum führt heute zu Schlagzeilen auf den Titelseiten der Onlinemedien. Niemand ist krank, auch die Lehrerin nicht, schon gar keiner stirbt, aber der oberflächliche Schlagzeilenleser wird in seine Umgebung hinausposaunen: "Haste schon gehört? Es sind wieder Schulen geschlossen worden, so schlimm wütet Corona."

Genau das ist es, was dem Durchschnittsbürger derzeit gepflegt auf die Nüsse geht, diese ständigen medialen Übertreibungen und das Aufbauschen von nichts hin zu Katastrophenmeldungen.

Ansonsten: heiß heute, meine Freizeit ist vorbei, ich muss nachher zur Arbeit und bin, frei nach Hape Kerkeling, "dann mal weg".