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Sonntag, 18. August 2019

Üppige Natur

Wie sagt man so schön, wenn die letzten Tage und Wochen gemeint sind, die jüngste Vergangenheit? Dieser Tage. Ich meine jetzt aber die Nächte, also müsste es dieser Nächte heißen. Nun, dieser Nächte sehe ich ein so üppiges Leben in der Natur, wie es schon seit längerer Zeit nicht mehr zu sehen war. Fast würde ich Jahrzehnte meinen, bestimmt aber die letzten 20 Jahre. Überall kreucht und fleucht es so massiv, dass ich staunend all dem gegenüberstehe. Die vielen Igel, denen ich in den letzten Wochen begegnet bin, könnte ich nicht zählen. Allein letzte Nacht musste ich zweimal abrupt bremsen und ausweichen, und das auf dem Fahrrad in Schrittgeschwindigkeit, muss man sich mal vorstellen. Über die Frettchenplage, gegen die Köder ausgelegt werden, hatte ich schon berichtet. Die ungeheure Menge der Vögel, die derzeit unterwegs ist, erwähnte ich auch schon. Noch dazu kommen ungezählte Fledermäuse, die am späten Abend umherschwirren. Man könnte sie beinahe mit einem Familienverbund der Schwalben verwechseln, würde ich sie nicht deutlich als Fledermäuse erkennen, denn so nah fliegen sie um mich herum. Insekten en masse. Die Population all dieser Tiere wird bekanntlich vom Nahrungsangebot gesteuert, und das scheint in diesem Jahr wohl ausgezeichnet zu sein, ein reich gedeckter Tisch, wenn man so will. Also nix mit armer zurückweichender Natur, das genaue Gegenteil ist zu beobachten. Hier am Niederrhein jedenfalls. Seit Wochen und Monaten ist es nachts feucht oder wie jetzt pitschnass. Eine Dürre ist wahrlich etwas ganz anderes.

So, und gleich gehtꞌs in die letzte Dienstnacht bevor dann endlich mal eine Woche Freizeit angesagt ist. Kein Urlaub übrigens, es hat sich angesichts der Urlaubsvertretung für den Kollegen einfach so ergeben. Es ist auch keine echte Woche, 6 Nächte, pah!, so penibel bin ich dann aber auch wieder nicht. Einen angenehmen Sonntagabend wünsche ich dir - ach, fällt mir gerade ein, daran hatte ich gar nicht gedacht: ab morgen früh werde ich den Montagmorgenmuffel noch freudiger als sonst zuwinken und ihnen einen schönen Arbeitstag wünschen *fiesgrins*.

Samstag, 17. August 2019

"Und ich düse, düse, düse im Sauseschritt ..."

Huch, die Zeit flattert mal wieder so an mir vorbei - nein, flattern ist der falsche Ausdruck, sie rast geradezu mit Düsenantrieb dahin. Und nochmal nein, ich bin mit gar nichts Besonderem beschäftigt, die Zeit macht das aus eigenem Antrieb, einfach so, weil sieꞌs kann. Nur noch zwei Nächte, dann habe ich eine Woche frei. Juche! Jaja, diese freie Woche wird dann abermals einen Zahn zulegen und noch schneller an mir vorbeirauschen, das ahne ich schon.

Kennst 's noch?  ;-)


Freitag, 16. August 2019

Zwei 7-Punkte-Serien

So, jetzt bin ich endlich mit "The Blacklist" durch. Bisher ca. 130 Episoden in 6 Staffeln, eine 7. erscheint wohl auch noch. Lohnt die Serie? Zwei Staffeln würde ich empfehlen, irgendwelche, das ist ziemlich egal, da sich eigentlich von Folge zu Folge alles wiederholt. Der rote Faden der Geschichte ist in wenigen Szenen klar. Die Serie ist professionell gedreht, ihr Tempo findet die richtige Mitte, die Geschichten sind natürlich hanebüchen, doch das muss so sein, ist es doch Unterhaltung und kein Reality-TV. Insgesamt vergebe ich ein "gut", also 7 von 10 Punkte. Etwas zum Abspannen nach einem Arbeitstag. Allerdings taugt die Serie weniger, um einen Urlaubstag damit zu verbringen, der ist zu kostbar, da entstünde dann ein Ungleichgewicht.

Die neue Serie "City on a Hill" erhält von mir ebenso 7 Punkte. Vier Folgen sind bisher verfügbar. Eigentlich wäre die Serie sogar noch besser, doch ihr Thema ist dermaßen ausgelutscht, dass man es wirklich leid ist. Es gibt zu viele gute Serien, die all das schon gezeigt haben. Ohne ihr Ende zu kennen, weiß ich im Grunde wie es weitergeht, und wahrscheinlich überrascht mich auch das Ende nicht.

Einen schönen Start ins Wochenende wünsche ich dir.

Donnerstag, 15. August 2019

Spiraliges

Es ist schon interessant und mitunter lustig, wie die Meisen und Spatzen im Laufe der Monate an meiner Fütterungsstation ihre Flugkünste vervollkommnen. Es sind 4 Spiralen gefüllt mit je 2 bis 3 Meisenknödel, die vor dem Dachfenster an der Gaube befestigt sind. Im Frühjahr flogen die Gefiederten sie überwiegend indirekt an - zuerst aufs Fensterkreuz und von dort dann in einem Sprung auf die Spiralen. Heute gelingt es den meisten sogar, in einem Bogen von hinter dem Dach kommend, quasi blind direkt eine Spirale anzufliegen. Lustig wirdꞌs dann, wenn ich gerade dabei bin, Futter nachzufüllen und im geöffneten Fenster stehe: erst im allerletzten Moment sehen die Hungrigen mich und bleiben beinahe wie ein Kolibri im Flug kurz stehen, bevor es mit einem hörbaren Flattern um 180 Grad zurück und, wieꞌs scheint, geradezu schockiert zum nahegelegenen Baum geht. Auch das Füttern der Mütter sieht lustig aus, denn die Jungen sind fast doppelt so groß wie sie. Riesenbabys im wortwörtlichen Sinn.

Neben einzelnen Besuchern kommen mittlerweile ganze Familienverbände. Täglich fülle ich 8 bis 12 Meisenknödel hinzu. Jaja, ich weiß, sie fressen mir die Haare vom Kopf, doch bei einer Lebenserwartung von nur ein bis drei Jahren führt mein Füttern zu keiner schwerwiegenden Auswirkung auf die Vogelpopulation. Seit fast 20 Jahren mache ich das, mal sind mehr Vögel unterwegs, mal weniger. In diesem Jahr sind es auffallend viele. Im Winter beruhigt sich das alles, dann sterben die meisten und es reicht aus, ein bis zwei Mal im Monat Futter nachzufüllen. Kaum welche überleben die kalte Jahreszeit.

Apropos Spiralen, ich habe mein Impressum gelocht und die 5 Seiten verbunden. Und bevor es wieder heißt, "warum so kompliziert? Nehme doch einfach die vorgefertigte Grafik einer leeren Buchseite oder zeichne sie dir", es macht halt Spaß, mit kleinen Kreisen, Linien und Füllfarben so etwas im Grafikprogramm selber zu gestalten. Gucken, ob es einem gelingt und so - eine echt aussehende Buchseite würde geradezu kitschig wirken, finde ich, so wie jetzt ist sie nur angedeutet. Naja, auch habe ich nebenbei meine Angeber-Hauptseite, auf der mittlerweile alles mögliche verlinkt war, entschlackt. Weniger ist mehr. So ähnlich sah sie schon 1997 mal aus.

Was erkennen wir daran? Genau, heute ist frei, bin ausgeschlafen und finde keine Dampf-Webseiten zum Verlinken mehr, so dass ich mich an solchen Nebensächlichkeiten austobe :-) 

Wie dem auch sei, einen angenehmen Rest-Donnerstag wünsche ich dir. Bis morgen.

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Nachtrag, 20:25 Uhr: Hach, ich konntꞌs nicht lassen, weil es so einen Spaß macht: jetzt habe ich meinem Impressum eine vielsagende letzte Seite geschenkt. Mit Kritiken und Inhaltsangabe - würde das jemand in einem Dampferforum posten, die Leute regten sich dort wieder auf. E-Dampfer besitzen nämlich keinerlei Humor und können Satire meist nicht erkennen, was die Hysterie um den "Bundesdampfer.de" eindrucksvoll bewiesen hat. Guck mal, ist die Buchrückseite nicht toll geworden :-)

Mittwoch, 14. August 2019

"... dann sollen sie doch Kuchen essen."

Frankreich 1789? Nein, SPD 2019. Man kann der SPD so einiges vorwerfen, nicht aber die Ehrlichkeit von Elfie Handrick, denn sie sagt, was Sache ist: das dämliche Wahlvolk stört nur.
"Ich finde es nicht richtig, dass man immer die Sorgen und Nöte der Bevölkerung ernst nehmen muss. Was haben die denn für Sorgen und Nöte? Ich kann das nicht verstehen! Und selbst wenn sie Sorgen und Nöte haben, dann haben sie noch lange nicht das Recht, mit ꞌHeil Hitlerꞌ durch die Straßen zu laufen."
Mal abgesehen davon, dass der Heil-Hitler-Rufer ein Agent Provocateur der Antifa war, der dafür jetzt nach knapp einem Jahr milde bestraft wurde, gibt Elfie Handrick auch endlich die Antwort auf die Frage, ob Frauen die bessere Politik machen. 

Vor wenigen Jahren galt so etwas noch als Satire, naja, times are changing.

Dienstag, 13. August 2019

Teuflisch in die Nacht

Jajaja, bin nicht zum Tagebuchschreiben gekommen. Noch dazu habe ich jetzt einen Teufelsblick, ist mir doch wohl ein Äderchen im Auge geplatzt, das Weiße ist auf einem Auge blutrot. Habe jedenfalls davon nichts gemerkt und auch keine Beschwerden, sieht aber herrlich satanisch aus. Wenn mich jetzt nachts jemand sieht, bekommt er Angst vor mir. Goggel das mal! Herrje! Thema Gesundheit/Krankheit darf man nicht googeln, die Leute sind destruktiv, panisch, nein, das trifft es nicht richtig, sie sind entweder vollkommen irre oder aber pharmabezahlte Angstmacher. Eine sehr ähnliche Verhaltensweise wie bei der Klimaangst, bei der jedes Sommergewitter zum Unwetter stilisiert wird und Wetterereignisse grundsätzlich als Anzeichen einer kommenden Apokalypse gedeutet wird. Und natürlich ist überall immer der rhetorische Trick vorhanden, den die E-Dampferinnen und E-Dampfer auch gut kennen und der da lautet: "Es ist nicht auszuschließen, dass ..."

Der Platz in Noahs Arche bedeutet zuallererst den Verzicht auf Smartphone und Medien aller Art. Und nur Handgepäck ist erlaubt. Darin gehört zuvörderst ein dynamobetriebenes Ladegerät für die E-Dampfe. Andernfalls kann Noah ohne mich losschippern. Ja, apropos E-Dampfen (was für eine ausnehmend gelungene Überleitung, nicht wahr?), schon gesehen? Den heute morgen eingebauten Iframe mit anklickbarer Weiterleitung innerhalb des Iframes zu einem kleinen Register, das die Links mit Attribut "target=ꞌ_parentꞌ" öffnet, so dass sie im normal angezeigten Browserfenster und nicht im kleinen Iframe öffnen: Auf "Aktuell", dort ganz unten ist der erste Iframe ohne Scrollbalken, da klicken = im Frame öffnet die Inhaltsseite mit Scrollbalken, dort klicken und durch die Parent-Links öffnet wieder das normale Browserfenster. Perfekt, und der User/die Userin kriegt von dem ganzen Aufwand bis dahin nicht das Geringste mit.

So, befinde mich gerade zwischen Tür und Angel, muss mich arbeitsfertig machen, bis morgen.

Montag, 12. August 2019

Linke Antisemiten

Klasse, der "Spiegel" entlarvt mit einem stereotypen Bild den eigenen Antisemitismus, ohne es selber zu merken, und die "Jüdische Allgemeine" erklärt es auch dem letzten Dummi - heraus kommt eine wunderbare kleine Groteske des alltäglichen Wahnsinns.

Blutwurst zum Frühstück

Och, so ein lustiges kleines Anekdötchen heute gefälligst? Nach dem Einfahren der Müllcontainer, was ich mittags gegen 2 Uhr (morgens früh für mich) mal ebkes schnell im Schlafanzug (Homedress) erledigte und wofür ich denn wie üblich aufs Aufsetzen meiner Brille verzichtet hatte (ich möchte mich in diesem Upper-Class-Dress wirklich nicht sehen müssen - und eben diese Realitätsverweigerung hat etwas mit einer sensiblen kulturellen Empfindsamkeit zu tun). Nun lagen da neben dem Standplatz der Papiertonne, wie ich deutlich sah, einige Papp- oder Papierschnipsel auf dem Boden. Sie waren wohl beim Rausstellen der Tonne heruntergefallen, dachte ich, und griff quasi mit einer grob schaufelnden Hand danach, um mich nicht für jeden oder jedes einzelne/einzelnen Schnipsel bücken zu müssen. Allerdings waren das ganz andere Schnipsel als gedacht, nämlich gemeinhin als Scherben bekannt, schöne spitze kleine weißliche Glasscherben. Es folgte ein Blutstrom wie bei einem abgestochenen Schweinchen (okay, ich übertreibe - aber nur geringfügig), begleitet von einer Orgie wüster Schimpftiraden und übelster Flüche.

So schnell kannꞌs geschehen, da wird das vegane aber süße Frühstück mit einem Nachtisch abgeschlossen, vor dem jeder Blutwursthersteller vor Neid erblassen würde: 100 Prozent bio.