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Sonntag, 24. Januar 2021

Schutz und Ordnung

Ein Detlevtäschchen? Nein, isses nicht, es besitzt weder eine Schlaufe, um es lustig am Handgelenk baumeln zu lassen, noch Strass oder irgendwelche Applikationen in dem Sinne. Die Pfeifentasche besteht außen aus Rindsleder und innen aus Kunstleder. Sie lag jahrelang (Jahrzehnte?) unbenutzt in einem Kramschrank. Jemand, ich weiß heute nicht mehr wer, hatte sie mir mal geschenkt. Nahm ich letzte Tage zum ersten Mal zur Arbeit mit, denn so sind die Pfeifen in der Gepäcktasche am Fahrrad doch ziemlich gut geschützt. Wie immer: auf ein Bild klicken, dann wird es größer.

Wie ich auf dem Bild das gleichmäßige Weiß des Hintergrundes hinbekommen habe? Besuch im Fotostudio (bestehend aus einem leeren weißen Plastikeimer der Meisenknödel).
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Notabene - bevor die Sprachpolizei bei mir anrückt: Der Begriff "Detlevtäschchen" ist nicht homophob, sondern macht sich über tuntiges Gehabe lustig. Über Tuntiges zu schmunzeln, ist, soviel ich weiß, noch erlaubt.

Samstag, 23. Januar 2021

Driptips

Fürs Dampferforum "Vapoo" gemacht. Besser in ganz groß anschauen (aufs Bild klicken):

Freitag, 22. Januar 2021

Aus dem Arbeitsalltag

Letzte Nacht verbrachte ich durchgehend draußen im Regen bei kräftigem Wind und bei abnehmenden Temperaturen von unter 5 Grad. Ich kann mich während meines Diensts nirgendwo unterstellen. Da ich vorher wusste, dass es in dieser Nacht nicht aufhören wollte, zu regnen, hatte ich ausnahmsweise mal statt der Lederstiefel die Gummistiefel angezogen. Die Lederstiefel sind zwar stundenlang wasserdicht, doch eine ganze Nacht im Wasser halten auch sie nicht stand. Die Idee mit den Gummistiefeln kam mir kurzfristig spontan und war so gesehen gar nicht übel - die Füße blieben nämlich trocken, doch mit ihnen viele Kilometer zu gehen, hatꞌs in sich. Himmel! Das mache ich kein zweites Mal :-)  Ein Kilometer ist so anstrengend wie drei Kilometer. Locker 15 Kilometer war ich insgesamt zu Fuß unterwegs, 15 weitere gestückelte Kilometer mit dem Fahrrad, die dann jeweils einer Erholungsphase glichen.

Parallel zu den Gummistiefeln konnte ich die  regendichten Kunststoff-Ponchos allerdings nicht verwenden, da sie zwar gegen einen Regenschauer taugen, doch ein Tragen über ca. eine Stunde hinaus, lässt sie von innen genauso nass werden wie von außen. Also wählte ich zwei gefütterte Parkas, einen normalen wie bei der Armee und einen extra regenabweisenden im XXL-Format, wie ihn Straßenbauarbeiter verwenden. Solch ein Teil in gelber Leuchtfarbe halt, hast du bestimmt schon oft gesehen. Regenabweisend bedeutet aber nicht regendicht. Der Mantel bleibt also schön atmungsaktiv, doch natürlich war er nach einer Nacht des unaufhörlichen Regens komplett durchnässt, sein Futter blieb allerdings nur sehr feucht, nicht pitschnass. Der Parka darunter war am Morgen ebenfalls feucht, sein Futter hingegen einigermaßen trocken. Darunter trug ich noch eine Fleece-Jacke, die komplett trocken und warm blieb. Kleidung nach Art einer Zwiebel im Mehrschicht-System sozusagen. Auch für den Kopf: Wollmütze und die wasserdichte Kapuze des Mantels aus Kunststoff darüber, so dass kein Wind an meinen Hals und Nacken gelangte. Ich kam mir vor wie ein Astronaut im Raumanzug mit Helm. Einziger Nachteil der Geschichte: Gewicht. Das dann in Verbindung mit den Gummistiefeln gab mir fast den Rest. Am Morgen war ich völlig erledigt. Aber trotzdem musste ich mit dem Rad noch zum Edeka-Markt ins nahegelegene Dorf radeln, da ab morgen die neuen Masken als Bedingung für den Einlass dort gelten und ich keine habe.

Danach dann, also als alles geschafft war und ich mich zu Hause von den Zwiebelschalen befreite, sie über die Heizung und im aufgeheizten Bad über die Badewanne zum freien Tropfen aufgehängt hatte, lag und liegt ein freies Wochenende vor mir. Du kannst dir gar nicht vorstellen, welch ein herrliches Gefühl es ist, nach diesen Strapazen schlussendlich im Homedress vor dem schmackhaften Abendessen zu sitzen und anschließend ein lecker Tässchen Kaffee bei einem leckerem E-Pfeifchen zu genießen. Und dabei zu wissen, die nächsten beiden Tage nicht mehr die Wohnung verlassen zu müssen. Ich muss schon sagen, das hat etwas. Etwas Königliches, würde ich meinen.
 
Früher fand ich solche Wetter-Nächte längst nicht so anstrengend wie heute. Unangenehm, ja, das waren sie immer, ich bin wasserscheu :-) doch mittlerweile brauche ich wirklich einen kompletten Tag Erholung. Und die genieße ich gerade.

Donnerstag, 21. Januar 2021

Bastelstunde

Basteln, wickeln, ausprobieren - abschalten von all dem Elend da draußen.
Noch Fragen? :-)
 


Mittwoch, 20. Januar 2021

Dampfen wie 2012

Ein Chinapäckchen kam heute an, Hurra! Unter anderem mit drei der Mini-Versionen des "Dvarw-Verdampfers". Bastelstunde :-)

Den güldenen habe dann mal wie folgt gewickelt:

Da er für die ungeregelte kleine Pfeife vorgesehen ist (mechanisches Dampfen, so wie man 2012 meist dampfte), verwende ich Kanthal-Draht. Damit bleibt der Widerstand ziemlich konstant. 0,3 Millimeter Draht. 6 Windungen auf 2 Millimeter Durchmesser gewickelt, schon landet man bei universaltauglichen 1,0 Ohm. Mit vollem Akku (4,2 bis 3,6 Volt) dampft es sich in der Range zwischen ca. 12 und 16 Watt (geschätzt), jedenfalls genau so, wie ich den Dvarw mag.

Bei 2 mm Coildurchmesser bleibt genügend Platz zwischen den Posts. 3 mm hatte ich auch probiert, geht so lala, ist mir aber zu eng, schließlich möchte der Dampf auch gut drumherum wirbeln können.

Die Pfeife ist eine kleine verranzte SmokTech-Pfeife aus 2012. Ein ziemlich bescheidenes Teil aber in Echtholz. Immerhin! Jetzt muss ich mir nur noch etwas für eine bessere Optik ausdenken, denn der Cone, den man als Blende um den ego-Anschluss schraubt und den ich Gold lackiert habe, ist etwas zu groß. Für den FlashiVS passt er genau. Das ist aber nicht sooo wichtig.

Eine Webcam besitze ich zwar nicht aber gugge, wozu das kleine Endoskop auch taugt, es kann auch weit. Eine Minute Georg beim lecker Dampfen :-)

Dienstag, 19. Januar 2021

E-Dampfen in Filmen und Serien

Jetzt steht hier oben links schon wieder Dienstag, dabei istꞌs erst Montag für mich. Noch nicht mal Abend. In meinem Lebensrhythmus müsste das Datum sich halt um 12 Uhr mittags des Realtages ändern. Schon klar, dass das allgemein nicht geht, aber wenigstens für einen persönlichen Kalender wäre so etwas nicht schlecht. Würde dann aber auch nichts beim Tagebuch nutzen, da dieses ja die echte Zeit abbildet. Wozu dann das ganze Geschreibe darüber? *hüstel*, na, ich wollte halt nur meinem Erstaunen Ausdruck verleihen, dass es zwar für dich so aussieht, als ob ich am Montag nichts geschrieben hätte, in Wahrheit aber justamente, also jetzt, da ich hier mit meinen liquidfettigen Fingern auf der Tastatur umherhusche, für mich ebendieser Montag ist.
 
Verwirrend? Nein, nicht wirklich, oder?
 
Die geneigte Leserin und jene des männlichen Geschlechts wissen bereits, dass ich die "Monomond-Listen" locker weiter führe. Eigentlich interessant ist dabei nur die Liste, in der ich Filme und Serien aufführe, in denen das elektrische Dampfen vorkommt. Als Zeiterscheinung gibt es eine Menge Dinge, die in Filmen aussterben und durch andere Moden ersetzt werden. Wobei ich nicht sagen möchte, dass E-Dampfen eine Mode ist. Es ist schon beständig. Doch konkret lässt sich das E-Dampfen in 20 Jahren heute nicht beschreiben. Eines ist dabei aber sicher, es hat das Rauchen in Filmen schon enorm abgelöst - wenngleich ich subjektiv momentan den Eindruck habe, dass Rauchen als Modeerscheinung wieder vermehrt angesagt ist - jedenfalls kommt E-Dampfen trotzdem mehr und mehr in Filmen und Serien vor. Aber kaum in einer neutralen Gewichtung, sondern es ist schon auffallend, wie sehr es negativ konnotiert wird, meist um damit Drogenkonsum und dergleichen zu suggerieren.

Als das E-Dampfen noch neu war, wurde es gerne in Filmen und Serien als Gag-Faktor genommen oder als Mode. Dadurch konnte sich dann jeder davon überzeugen, wie up-to-date sich doch Regie und Produktion am Nabel der Zeit befanden. Je mehr sich das E-Dampfen aber im Alltag der Menschen durchsetzte, um so größer wurde der Einfluss seiner Gegner. Da die meisten Leute, die nicht dampfen, diese schillernde und grandios vielfältige Welt des E-Dampfens sowieso nicht verstehen, war es auch kein Wunder, dass diese Materie schnell ins Drogenmilieu oder in die Subkultur verschoben wurde - abgeschoben wurde, muss ich hier richtigerweise eigentlich sagen. Vor dem, was man nicht kennt, hat man Angst oder es lässt sich leicht Angst davor machen. Tod und Teufel, laut Kinderschutz rufen = ein Selbstläufer, der dann sein Übriges tut. All das ist aber ein weites Feld, über das man lange schreibtechnisch ackern könnte. Bis hierher also nur ganz stark komprimiert.

Die "Monomond-Listen" sollen jene Filme und Serien aufführen, die irgendwo in der Handlung dem E-Dampfen seinen Platz als gesellschaftliche Erscheinungsform eines relativ neuen Genussmittels Rechnung tragen. In Großbritannien herrscht zum Thema E-Dampfen eine diametral unterschiedliche Herangehensweise als in der übrigen Welt, da das Gesundheitswesen dort staatlich finanziert ist und die Behörden sehr schnell festgestellt hatten, wie enorm sich die Raucherzahlen durchs E-Dampfen verringerten und entsprechend die Folgekosten der Raucherkrankheiten ausblieben. In unserem Gesundheitssystem ist es genau umgekehrt: je kranker ein Mensch ist, desto mehr Geld lässt sich an/mit ihm verdienen. Da in GB das E-Dampfen also diesen stark positiven Stellenwert für die Gesundheit in der gesamten Gesellschaft inne hat, und da GB als film- und serienproduzierendes Land der US-Filmindustrie als einziges Land der Erde Beinahe-Konkurrenz macht, ist dieser Unterschied in der Bewertung des E-Dampfens auch in vielen Filmen und Serien zu beobachten. In fast allen britischen Werken, in denen das Dampfen vorkommt, wird es neutral oder positiv bewertet. Bei neueren US-Produktionen hingegen istꞌs genau andersherum: E-Dampfen wird als negativ dargestellt. Diesen Umstand soll die Liste untersuchen, indem die Produktionen aus verschiedenen Ländern sowie aus verschiedenen Zeiten miteinander verglichen werden können. Dabei führe ich die Liste nur nebenher mit mehr sporadischer Aktualisierungslust. Wenn einmal genug Filme und Serien vorhanden sein werden, erstelle ich eine Exel-Tabelle daraus, in der man per Klick die Angaben der Spalten sortieren kann. Ich weiß zwar nicht, wie das geht, wenn es der Fall ist, werde ich aber auch das schnell lernen, da habe ich keine Bange.
 
Guck mal, welch eine gigantische Erklär-Einleitung hier nun wieder steht. Dabei wollte ich nur die letzte in die Liste aufgenommenen Serie und den letzten Film erwähnen, die du hier per "Aufs-Bild-Klicken = Großansicht" sehen kannst. Nein, nicht den Film sehen, sondern nur Screenshots der Szenen, in denen gedampft wird. Wobei für den Film "Der Hund bleibt" ich mir sogar die Mühe gemacht habe, jene 15-sekündige Filmszene aufzunehmen, die, ohne dass gedampft wird, auch als Stillleben eines guten Genusses durchaus positiv wirkt. Diskutiert wird über die Produktionen übrigens immer im "Vapoo-Dampferforum" in einem eigenen Thread.

So, und das allein ist der Grund, also die Listen, weshalb ich die Datumsgrenze heute Mittag übersehen habe. Man könnte auch sagen, ich habe von gestern bis heute an einem Stück geschrieben. Es ist nämlich halb eins gleich, mein Mittagessen wartet in der Küche während draußen die Geisterstunde begonnen hat und der lebhafte Wind schon allerhand spukige Geräusche zu mir ins Dachgeschosszimmer trägt.
 
Ach, auch folgendes hat seine Wirkung auf den Tageskalender: von 0:30 bis 1:30 Uhr gab es hier einen DSL-Ausfall. So gesehen ließe sich (beinahe) sagen, der verlorene Montag ging auf Kosten höherer Gewalt :-)

Sonntag, 17. Januar 2021

Für wache Geister

Wer nicht schlafen kann, keine Lust zu lesen hat und mit schmerzverzerrtem Gesichtsausdruck dem Elend der TV-Sender folgt und so die nächtlichen Stunden quasi als vergeudete Lebenszeit an sich vorbeirauschen lässt, für solch einen Menschen gibt es die folgenden drei Alternativen. So etwas Interessantes findest du jedenfalls nicht im öffentlich-rechtlichen TV:


Knapp 14 Minuten "Was hättest du denn getan?"

 

Ein knapp einstündiges Gespräch mit Max Otte:


 

Nur 6 Minuten Boris Reitschuster zu seinem Artikel
"Corona: Der späte Triumpf des Totalitären":