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Mittwoch, 26. Januar 2022

A Night In The Life

Meine Güte, was war das für eine Nacht! Werktags! Normalerweise treffe ich lediglich Katz, Kauz und Häschenschnell, letzte Nacht aber radelte ich mitten in einen größeren Polizeieinsatz hinein, traf in den nächsten Stunden mehrmals eine holländische Zivilstreife und hatte gleich einige skurrile menschliche Begegnungen. Die Schärfste: einen schnellen Fahrradfahrer gegen 3 Uhr, der mir bereits von weitem winkte und dann, als er dicht an mir vorbeirauschte, laut ein kumpelhaftes Hallo zurief, als würden wir uns schon lange kennen, der dabei allerdings einen schwarzen Integralhelm trug sowie einen wehenden schwarzen Schal und der auch ansonsten komplett in schwarzer Kleidung steckte, die allerdings in schneeweißen Handschuhen und weißen Schuhen quasi das Gesamtbild punktuell abschlossen. Zeitgleich erklangen aus meinem MP3-Player per Außenlautsprecher die Beatles mit ihrem Song "A Day In The Life". Diese groteske Situation kann ich gar nicht richtig in Worte fassen, ich kam mir wie ein Statist in einem absurden Theaterstück vor. Stocknüchtern wohlgemerkt, das nur vorsorglich erwähnt.

Dienstag, 25. Januar 2022

"Enterprise" von 2001 neu erleben

Letztens erwähnte ich noch die neuerdings immer öfter zu beobachtenden Veränderungen der Anbieter von Serien und Filmen, bei denen die Qualität der Produkte um das x-fache gesteigert wird und die dadurch heute ganze externe Festplatten platzmäßig vereinnahmen. Genau das mache ich gerade mit der von mir selber ursprünglich als schlecht bewerteten Serie "Enterprise". Denn meine Bewertung stammt aus 2001 und sie kam eigentlich nur wegen des schlimmen Inhalts der 4. Staffel zustande - in 20 Jahren habe ich mich allerdings verändert, so dass mich heute nichts mehr an dieser Serie aufregen könnte und ich sie als Ganzes neu erleben sowie neu bewerten möchte. Drei der vier Staffeln besaß ich seinerzeit als originale VHS-Kauf-Kassetten, die längst verschenkt wurden. Wenn schon neu, dann diesmal aber richtig! Glücklicherweise wurde die Serie damals schon im 16-zu-9-Format produziert. Für vier Staffeln wird um die 130 Gigabyte Platz benötigt. Mein erster Computer besaß 1,5 GB Gesamtvolumen der Festplatte. Ein Kinofilm von 2 bis 6 GB Größe ist heute Standard und fantastisch anzusehen - das nur mal so zum gedanklichen Vergleich.

Es bedeutet ein paar Wochen Binge-Watching. Ist mir eh zu kalt draußen und nach der Arbeit gehe ich freiwillig keinen Schritt vor die Tür. Die Welt möchte mich als Nichtgeimpfter derzeit sowieso nicht mehr leibhaftig erleben, nur noch das virtuelle Ich ist genehmigt. Außerdem reizt ziemlich der neue Monitor. HDR emuliert in verschiedenen Modi (als meine alte Grafikkarte verbaut wurde, kannte noch niemand HDR), das verspricht aber selbst in der Emulation ganz neue Sichtweisen - und dann bitteschön im Vergleich zum 4-zu-3-Röhrenmonitor von 2001. Na, jedenfalls bin ich mächtig gespannt. Nachher gehtꞌs los. Erst mal lecker Mittagessen machen.

Montag, 24. Januar 2022

Wie du mir, so ich dir

Dem von keinem Bürger ins Amt gewählte MP Hendrik Wüst in NRW müssten alle Bürger dankbar sein, denn so unumwunden, so geradeaus deutlich, hat noch kein Spitzenpolitiker den Sinn einer allgemeinen Impfpflicht dargelegt: "Sinn und Zweck ist, dass wir den Menschen signalisieren können, die alles getan haben in den letzten zwei Jahren, die sich haben impfen lassen, die vorsichtig waren, die sich testen lassen, die die Maske tragen: Jetzt sind die anderen dran, die sich bisher geweigert haben. […] Es geht darum, auch mal den Geimpften und denen, die alles machen, zu zeigen, wir lassen das nicht weiter zu, dass Menschen ihre individuelle Freiheit über die Freiheit der gesamten Gesellschaft stellen. Jetzt kümmern wir uns um die Nichtgeimpften und führen eine Impfpflicht ein." [Link]

Es geht somit nicht um den Gesundheitsschutz (seit Merkel letztes Jahr klargestellt hatte, dass die Maßnahmen politischer Natur seien und nicht medizinischer, war es im Grunde genommen bereits gesagt). Wenn man also schon wusste, um was es nicht geht, so war lange unklar, um was es denn geht. Heute um eine Politik, die die untersten Triebe der Menschen befriedigt, die der Rache: "wie du mir, so ich dir". Das muss man sich im Hirn erst mal zurechtlegen, die Politik schränkt die Freiheit ein und behauptet hinterher, diese Einschränkung sei die eigentliche gesamtgesellschaftliche Freiheit. Wie im Beispiel der Solidarität letzten Sommer erwähnt, dreht man argumentativ einfach den Spieß um. Aus Unfreiheit wird Freiheit (und Krieg ist Frieden, was wir in absehbarer Zeit in einem anderen Zusammenhang auch noch erleben werden). Hier wird also die Unfreiheit umbenannt in Freiheit und schon lässt sich in schönen Worten über Freiheit fabulieren.

Inneres Ich: "Warum merken das so wenige Leute?"

Weil die Rache ein Gericht ist, das kalt serviert wird, sprich ein Gefühl, und für Gefühle muss der Denkapparat nicht eingeschaltet werden.

Sonntag, 23. Januar 2022

Serientipp: 2. Staffel von "Der Pass"

Nix Konserve wie gestern angekündigt, meine Wenigkeit guckt gerade die 2. Staffel von "Der Pass". Nachdem 2019 die erste Staffel 10 Punkte bekam, wollte ich damit sofort beginnen. Nun bin ich justamente schon bei Episode 6 angelangt und durchaus versucht, der 2. Staffel ebensolche 10 Punkte zu vergeben. Grandios! Sie ist anders als die 1. Staffel aber mit demselben Flair oder demselben düsteren Zauber behaftet. Die dunkle Atmosphäre stimmt. Trotzdem muss ich die Staffel erst mal zu Ende schauen, bevor ich weiteres dazu schreiben kann. Das Dumme ist nur, dass sich in allen internationalen Datenbanken ein Anfangsfehler (eines Uploaders) durch jeden Upload zieht, nämlich das Fehlen der 8. und letzten Episode - sie wurde vertauscht durch eine doppelte 6. Folge. Bis der Fehler bereinigt wird, vergehen sicher etliche Tage (hoffentlich keine Wochen, das kommt hin und wieder auch mal vor). Naja, nobody is perfect.

Samstag, 22. Januar 2022

Der 3. Neue

Die Farben kann die kleine Lumix-Knipse nicht annähernd so darstellen, wie sie in natura aussehen. Ich hatte aber keine Lust, großartig mit Stativ und detaillierten Einstellungen zu fotografieren. Einfach ritsch-ratsch-klick.

Für Montag war die Lieferung des neuen Monitors angekündigt, heute kam er schon an. Da kommt riesige Freude auf, denn ich habe bis Montag frei und kann den neuen nun ausgiebig  ausprobieren. Es ist ein 32-Zoll-BnenQ-Monitor, der ganz links auf dem Bild zu sehen ist. Neben ihm sehen die beiden ebenfalls noch neuen und großen 27-Zoller sogar klein aus. Er hat einen der beiden altersschwachen kleinen Samung-Monitore abgelöst.

Inneres Ich: "Warum denn so groß? Für den Preis hättest du sogar zwei weitere 27-Zoller bekommen."

Weil ich festgestellt habe, dass es noch komfortabler ist, im bequemen Schreibtischsessel zu bingen als im TV-Sessel vor dem Riesen-TV-Gerät. Davor sitze ich nämlich in gut zwei Metern Abstand, was optimal ist, doch als ich über die beiden neuen 27-Zoller die letzten TV-Serien geschaut hatte, wollte ich diese Sitz-Tisch-Position nicht mehr missen. Zumal das Bild der neuen Monitore kein Vergleich zum 14-jährigen großen TV-Monitor ist. Aber da ich weder TV schaue, noch streame und sowieso alleine lebe, ist ein "Nur-Monitor" für mich geradezu ideal. Jetzt sitze (lümmele) ich in knapp einem Meter Abstand davor und es ist trotzdem wie im Kino. Absolut fantastisch!

Dass die insgesamt drei neuen Monitore gegenüber vorher sogar stromsparend sind, ist angesichts der explodierenden Energiepreise ein weiterer Vorteil. Wenn noch dazu das 14-jährige TV-Gerät nun quasi eingemottet wird, ist wieder eine Menge Strom eingespart.

Der Monitor ganz rechts ist der letzte übriggebliebene 19-Zoller von Samsung. Er ist eigentlich nur fürs E-Mailprogramm zuständig und als organisatorischer Ablegeort, wenn ich etwas mache, bei dem zu viele Fenster geöffnet sind. Allein die Stromersparnis spräche schon dafür, dass auch er in absehbarer Zeit durch einen dritten 27-Zoll-BenQ ausgetauscht wird; es wären dann nochmal minus 10 Watt. Schaunꞌmer mal. Dafür müsste ich aber erst wieder sparen.

So, und nun bin ich offline, Binge-Watching ist angesagt. Ich weiß noch gar nicht womit. Vielleicht eine Wiederholung. Auf den Netzwerk-Datenträgern befinden sich trotz regelmäßiger Löschaktionen noch rund 300 TV-Serien und mehr als 400 Spielfilme. Dazu kommen ungezählte aber meterlange DVD-Reihen - irgendetwas werde ich da wohl finden :-)

Gehab dich wohl und bis morgen in diesem verrückten Theater.

Freitag, 21. Januar 2022

Hover

Wiederholung von gestern? Irgendwie schon, denn es klopft gerade unten an der Wohnungstür. Klingel ausschalten nutzt also nichts *lach*, die kleine Großnichte will herein und sitzt dann vor dem uralten Windows-Spiel "Hover", während ich mich so langsam für die Arbeit fertig mache. Kalte Nächte erfordern zeitintensives zwiebelartiges Ankleiden mehrerer Lagen Baumwolle sozusagen.

Inneres Ich: "Geht denn das? Ich meine "Hover" auf modernen Betriebssystemen ausführen zu lassen?"

Sogar prima, wieso denn nicht? "Hover" gefiel mir von Anfang an, seit ich es 1995 zum ersten Mal gespielt hatte. Ideal auch für kleine Userinnen und Leute aller Sprachen, denn man braucht nicht zu lesen, es ist selbsterklärend, völlig offline und trotzdem nie wirklich langweilig. Es reicht locker für ein halbes Stündchen gute Unterhaltung.

Einen winzigen Nachteil besitzt es aber: die Nichte fordert ständiges Zugucken, wie toll sie doch das Luftkissengefährt bewegt, weshalb trotz zweitem Rechner jetzt die Konzentration fürs Weblog am zweiten Tag in Folge fehlt.

Einen auf einem Luftkissen vor dem Unbill der Zeit geschützten, angenehm sachte dahingleitenden Start ins Wochenende wünsche ich auch dir.

Donnerstag, 20. Januar 2022

Weggewischt

Wieder so ein "weggewischter" Tag. Von allen Seiten drückt die Realität, etwas anderes zu tun, als vor dem Desktoprechner zu sitzen und nachzudenken. In Ruhe lesen und schreiben, das ist ein Luxus vergangener Zeiten. Alles muss jetzt sofort getan, gesagt und erledigt werden. Kennst du noch jene Zeit, in der man abends in Ruhe lesen oder irgendeinem Hobby nachkommen konnte und in der eher die Langeweile ein Thema war als dieser gegenwärtige Zwang zu einer gestressten Oberflächlichkeit auf Teufel komm raus? Hachja *seufz-zwinker*, lang, lang istꞌs her.