Montag, 12. April 2021

Plädoyer für die Impfung

Wegen der Fake-Impfkampagne der Bundesregierung (Günther Jauch sei geimpft worden, obwohl er zugab, das Foto war nur gestellt und er sei gar nicht geimpft worden) will ich jetzt nicht vor lauter Häme hier quasi verbal zerfließen, das geschieht auch prima ohne Stichelei, doch dieser Fake schärft dummerweise den Blick viel grundsätzlicher, denn wozu braucht überhaupt jemand bei einer "Pandemie nationaler Tragweite" eine megateure Impfkampagne? Wenn die Bedrohungslage auch nur ansatzweise so wäre, wie sie medial dargestellt wird, würden die Menschen von sich aus die Lager der Impfdosen stürmen. Augenscheinlich ist beides aber nicht der Fall. Und bitte auch nicht falsch verstehen, denn ich hoffe inständig, dass möglichst viele Leute sich die Impfung reinziehen werden - um so mehr sich freiwillig impfen lassen, desto sicherer kommt keine Impfpflicht und ich selber bleibe davon verschont. Ja, jeder ist sich selbst der Nächste. Wollen sich allerdings zu wenige Leute impfen lassen, werden die Regierung und die Pharmaunternehmen auf den Kosten sitzenbleiben. Doch ehe das geschieht, würden die Menschen zum Impfen gezwungen werden. Geld ist mächtiger als Moral. Nicht von ungefähr hat letzte Woche erst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte vorsorglich entschieden, dass eine mögliche Impfpflicht nicht gegen die Menschenrechte verstößt. In dieser Hinsicht gibt es also gar keine Häme von mir, sondern ich bin beinahe schon wütend über die amateurhaft durchgeführte Impfkampagne. Bloß nicht, dass zu viele Leute dadurch erkennen, wie übel sie hinters Licht geführt werden.

Ein bisschen hege ich ebenfalls so meine Sorge über Günther Jauchs Aussage, er werde sich trotz seiner Corona-Infektion (er war ja nicht nur positiv getestet worden und befindet sich deshalb derzeit in Quarantäne, sondern er leide auch an Kopfschmerzen, was dann für eine echte Infektion spricht, wenn es denn alles so stimmt, was er sagt) - der Satz ufert wieder aus - also Jauch meinte, er werde sich sofort impfen lassen, sobald er an der Reihe sei. Wie ungeschickt! Denn meine Sorge schlägt jetzt halt die Richtung ein, dass nun die Schwarmintelligenz im Lande sich die naheliegende Frage stellt, wozu denn jemand, dessen Immunabwehr durch eine überstandene Corona-Erkrankung gerade reichlich Antikörper gebildet hat, eine Impfung benötigt? Bitte liebe Leute, hinterfragt solche Sachen nicht so intensiv. Lasst euch einfach impfen und gut isꞌ.

Sonntag, 11. April 2021

Tod in Rot

Notabene: Drei Richtige im Lotto sind drei zu wenig, ich muss doch lustlos hinaus zur Arbeit, hinein in die kalte Nacht. Minus 1 Grad sind bis Donnerstagmorgen angesagt, danach sollen die Nächte mit sagenhaften 2 Grad plus milder werden. Schuld daran sei, Obacht, festhalten!, die Klimaerwärmung, die für "instabile Polarwirbel" sorge. Man färbt die Temperaturkarten in der Tagesschau entsprechend bedrohlich ein. Schön viel rot im Sommer, wie jetzt auch bei Corona. Die Bürger werden wirklich für total verblödet gehalten. Ob sie das auch sind?

Weise Worte

Bevor es heute Abend wieder zum Dienst geht, verbringe ich diese Nacht mit Übungen zur Leibesexpansion: drei Western nacheinander im Sessel ausdauernd vor dem großen TV-Gerät konsumierend, dazu lecker Frikandels und Krokettchen mit Mayo genießend, dann kleine Breaks mit KitKat einlegend und nachher wartet noch ein erfrischendes aber ganz schön versautes Vanilleeis darauf, geschleckt zu werden. Der weiteste Weg, den ich heute zurücklege, führt mich die Treppe hinab zum Gefrierschrank, die größte Anstrengung ist der Weg zurück und die gähnende Leere in my brain füllen justamente wieder Weisheiten wie "Geld ist kein Maßstab, um Reichtum zu ermitteln" oder "wir alle sind Reisende in dieser Welt. Wir reisen zwischen den Ewigkeiten" (Broken Trail) oder "Rinder sind das eine, aber einem Mann zu sagen, wohin er in seinem Land zu gehen hat, ist etwas ganz anderes" (Open Range). Western kennen doch die coolsten Sätze, nicht wahr? Merkt man in Zeiten von Lockdown und Regierungseinmischung bis in die intimsten Bereiche ganz besonders. Spielte unser Leben gerade in einem Western, wäre Merkel Denton Baxter, die Viehbaronin sozusagen, und die Regierung wäre ihre böse Bande.

Ansonsten nix weiter los hier. Gönne dir auch mal einen ruhigen Sonntag.

Samstag, 10. April 2021

Und wieder eine Zensur

Neben Boris Reitschuster hat die YouTube-Zensur nun ebenfalls Gunnar Kaiser getroffen. Sein Video "Sehe ich das richtig?" wurde gelöscht und Gunnar Kaiser daraufhin ebenso wie Boris Reitschuster für eine Woche auf YouTube gesperrt.

Hier kannst du dir selber eine Meinung bilden, ob die Löschung angebracht ist oder nicht. Natürlich ist sie das meiner Meinung nach nicht im Geringsten, denn es werden keinerlei Falschinformationen verbreitet und lediglich in polemischer Art (ein Stilmittel der Rhetorik) die Realitäten in ein paar Monaten Abstand gegenüber gestellt. Wenn so etwas verboten ist - und zwar nur in der Richtung einer Regierungskritik, ganz und gar nicht bei regierungsfreundlichen Äußerungen - dann haben wir uns bereits vom Land der freien Meinungsäußerung verabschiedet, winken den Daheimgebliebenen aus der Ferne gerade noch zu und betreten schon den steinigen Pfad einer unwirtlichen Felslandschaft des Totalitarismus.

Das geschieht mittlerweile alles in solch einem atemberaubenden Tempo, dass mir schwindlig wird. Dabei sollten die vielen Kopfnicker der Zensur nicht vergessen, dass sie selber in Kürze Ziel von Sanktionen werden können. "Die Revolution frisst ihre Kinder" - es ist nur eine Frage der Zeit, bis dass sich die Blase der totalitären links-grünen Meinungshoheit soweit zusammengezogen haben wird, dass selbst linke Meinungen zensiert und ausgegrenzt werden. Der Anfang wurde mit dem Mobbing gegen Sahra Wagenknecht bereits gemacht: die Linke zerlegt sich selber.

Freitag, 9. April 2021

Waffelteig-Liquid

Wie ich bereits in den vergangenen Monaten berichtete, entdeckte ich das uralte Waffelteig-Liquid durch die Dvarw-MTL-Verdampfer in gewisser Weise neu. Denn nur in diesen Verdampfern schmeckt es mir genauso gut wie früher. Zwar ist es ungeeignet, um ausschließlich gedampft zu werden (man möchte sich ja auch nicht nur von Schokolade ernähren, auch wenn sie herrlich schmeckt), doch neben den verschiedenen Sorten (für verschiedene Verdampfer) Kaffee- und Cassis-Liquid, ist Waffelteig eine leckere süße Abwechslung. Wie immer, klick aufs linke Bild = Großansicht.

Nun war es aber aufgebraucht. Um exakt dasselbe Liquid zu mischen, habe ich sage und schreibe drei Wochen gebraucht. Damals hatte ich kein Rezept aufgeschrieben, also musste ich mich wieder schrittweise herantasten. Gemischt in einem 3-Liter Messbechereimer, begonnen mit einem Liter Basis.

Da von mir Waffelteig nur in den neuen MTL-Geräten gedampft wird, musste ich die Nikotinstärke über das gewohnte Maß erhöhen. Wie hoch sie genau ist, weiß ich nicht, weil ich es nach Gefühl peu à peu hinzugebe und auch heute eh nichts aufschreibe. Nikotin ist aber wichtig, um neben einem angenehmen Throat-Hit auch dem Geschmack ein gewisses Etwas zu verleihen. Vergleichbar mit Kaffee oder Wein. Ja, man kann auch entkoffeinierten Kaffee oder Wein ohne Alkohol trinken, doch das macht die Genussseele auf Dauer nicht glücklich. Ich schätze den Nikotingehalt irgendwo zwischen 6 und 9 mg/ml. Könnten aber auch 12 sein. Jedenfalls perfekt fürs MTL-Dampfen.

Was mich die zweieinhalb Liter kosten? Dazu habe ich schon eine Menge Einträge hier ins Tagebuch geschrieben und alles vorgerechnet, so dass jetzt der Endbetrag der Kostenrechnung reichen muss: 25 Euro. Bei 3 Milliliter Verbrauch pro Tag bedeutet es 833 Tage Dampfgenuss oder Kosten von 3 Cent pro Tag. Wie hoch der Verbrauch des Waffelteig-Liquids aber letztlich sein wird, weiß ich gar nicht, denn insgesamt, das hatte ich mal über Monate notiert, verdampfe ich knapp 11 Milliliter pro Tag, wobei sich der Verbrauch durch die DL-Verdampfer wohl ungefähr zu je 4 Milliliter auf Kaffee und Cassis aufteilt. Geschätzt. Und überhaupt, ich gerate wieder ins völlig uninteressante Schwadronieren, bin eben doch ein Schwurbler. Janu, so isset halt.

Bis morgen, Dampf was Schönes (das geht bei dem Winter-April auch mit bloßem Atem. Nachts wenigstens).

Donnerstag, 8. April 2021

Reitschuster - erster Arbeitstag während der YouTube-Sperre

Trotz Boris Reitschusters ersten Werktag während der einwöchigen Sperre bei YouTube, hat er seinen Bericht der gestrigen Bundespressekonferenz auf der Videoplattform "Rumble" hochgeladen. Wie viele Leute ihm nun zur Seite stehen und das Video auf ihre privaten Kanäle bei YouTube hochladen, weiß ich nicht, doch bei mir ist es seit eben vorhanden. Das heißt, es ist trotz der Sperre per Google-Suche kinderleicht zu finden. Ungefähr ein halbes Dutzend Kanäle fand ich vorhin bereits auf Anhieb. Tja, zumindest in diesem Fall geht die Zensur durch eine Bestrafung mit einer Woche zwangsweiser Untätigkeit wohl nach hinten los.

Interessant ist in diesem Video auch, wie Boris bei seinem Aufsager ohne Maske von Kollegen beim Wachdienst denunziert wird. Schau dir diese armen Würstchen Jung und Jessen im Bildhintergrund an (ab ca. der 17. Minute), da verlierst du jeden Glauben an eine Seriosität dieser Bundespressekonferenz. Was die beiden da abliefern, gleicht einem Kaspertheater.

Mittwoch, 7. April 2021

Reitschuster-Appell gegen die Zensur

Boris Reitschusters Appell gegen die Internet-Zensur (Infos im Video oder auf "Achgut"). Oh, da mache ich aus Überzeugung mit und lade das Video zum Appell gerne auf meinen privaten YouTube-Kanal. Zur Nachahmung empfohlen, "mithelfen, der Zensur ein Schnippchen zu schlagen. Im Kampf David gegen Goliath". Monomond ist auch dabei, je mehr, desto besser. Google die eigenen Algorithmen um die Ohren schlagen, das könnte spaßig werden.

Dienstag, 6. April 2021

Seelenverwandtschaft

Hui, welch ein herrliches Aprilwetter! Sturm, Regen, Graupel, Schnee wechseln einander ab, dazwischen kurze Momente von Sonnenschein einer schon spürbar wärmenden Sonne. Ich muss kommende Nacht wieder aufpassen, wo ich mich gerade draußen befinde, denn ein Mondlicht wärmt weniger gut und die Kleidung bleibt im Fall einer Stippvisite der Pech-Marie die ganze Nacht lang nass. Befindet sich eine Unterstellmöglichkeit in der Nähe? Ein Hauseingang oder eine schmale Überdachung an windgeschützter Seite? Ein Wind- oder Regen-Hopping hat sozusagen begonnen, Klimahüpfen der praktischen Art. Aber Vorsicht, denn dass bei Temperaturen unter 5 Grad meine Nase fast durchgehend läuft, ich meine grundsätzlich, also immer schon, seit ich lebe, gepaart mit einem Niesen oder dem Nasehochziehen oder gar einem verdächtigen Hüsterchen, oh, das darf in diesem Jahr niemand mitbekommen, denn Schnupfen bedeutet heute Corona und ein Zwangstest droht, bei dem das Wattestäbchen so weit in die Nase geschoben wird, dass unsichtbare kleine Haarrisse entstehen, die den Weg frei machen für Erreger aller Art direkt hinein in die Blutbahn. Dann dient der Rotz der Nase wie ein durchlöcherter Schutzschild oder wie ein Sieb als Regencape. Nur gut, dass nachts bei diesem Wetter wirklich kein Schwein draußen unterwegs ist und die paar seltenen Gestalten, die ich aus leicht tränenden Augenwinkeln wahrnehme, dahinhuschenden Schatten gleichen, für die meine Gestalt keine Aufmerksamkeit erregt.

Dabei liebe ich seit jeher dieses wunderbare wilde Wetter. Und seit meiner neuen Zähne kann ich endlich wieder dem nassen Sturm entgegentreten, kann ohne Bedenken vor Zahnentzündungen meinen Mund sperrangelweit öffnen und - ich versuchꞌs mal lyrisch auszudrücken - nach Leibeskräften rufen: "Jaahh! Sturm, o du verwandtes Toben meiner Selbst! Brause, sause, treibe Trübsal weit davon! Wirble, zause, reiße meiner Stimme Klang mit tausend Trommeln tosend zu neuem Chorgesang! Aus alt mach junge Lieder, o April, du Gefährte, du meiner Seele Fieber."
 
Okay, okay, ich lass es besser bleiben mit den lyrischen Ergüssen :-)