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Montag, 23. November 2020

Filmtipp: "Sputnik - Es wächst in dir"

"Alien" auf Russisch, das ist "Sputnik - Es wächst in dir". Eine interessante Variante der Alien-Filme, absolut toll gedreht und sehr gut gespielt. Das Budget des Films scheint niedrig gewesen zu sein, da die Location aus alten und heruntergekommenen Gebäuden besteht. Es ist meines Erachtens ein Trugschluss, den Filmen dadurch Authentizität verleihen zu können. Das Rezept, man nehme einen alten Bunker, einen Hangar oder eine alte Fabrik, in denen die Gerätschaften noch einigermaßen erhalten sind, und verlege einfach die Zeit, in dem der Film spielt, in jene Zeit, als diese Location modern war, ging für mich noch nie auf. Auch B-Filme und Horrorfilme machen es sich meist in dieser Art sehr einfach. Es ist eben billig. Ein Set macht allerdings gut die Hälfte eines Films aus, und Billigheimer erkennt man somit auf dem ersten Blick. Genau das befürchtete ich auch bei den ersten Szenen von "Sputnik". Dieser Film ist aber eine seltene Ausnahme, denn die Story, die Regie, die Dialoge des Drehbuchs und die exzellenten Animationen heben diesen Film deutlich positiv hervor. Noch dazu findet kein alberner Hollywood-Kitsch statt, was ausgesprochen wohltuend für das Herz eines Science-Fiction-Liebhabers ist.

Also insgesamt fehlt diesem Streifen das Blockbusterhaftige der großen Hollywood-Produktionen, was der erzählten Geschichte aber zugute kommt. Gerne gesehen, archiviert und wärmstens empfohlen. 7 von 10 Hurra-Punkte meinerseits = gut.

Einen angenehmen Start in die Woche wünsche ich dir. Denke mal über das Thema Symbiose nach, ich meine, wie sehr unser biologischer Körper nur aufgrund seiner vielen Symbiosen mit anderen kleinen alienartigen Lebensformen überhaupt erst funktioniert - und dann denke an die Definition von Leben oder Lebensformen, also daran, dass eine Definition lediglich ein Gedankenkonstrukt ist und dem Symbionten sowieso völlig egal, schon landest du mitten im Film "Sputnik - Es wächst in dir".

Sonntag, 22. November 2020

"Am Ende kommt die Wahrheit immer raus"

Noch ein interessantes Interview. Diesmal mit Dr. Reiner Fuellmich, der nicht drumrum redet, sondern klar und deutlich die Hintergründe der Corona-Paranoia benennt:

Nachtrag, 23.11.20: Es ist nicht zu fassen, wie sehr die Zensur heute um sich greift. Ein Video, das nichts anderes macht, als aufzuklären, einfach zu löschen, da es dem gegenwärtigen Narrativ widerspricht, so etwas macht man in China oder Russland aber hier? Das ist wirklich neu. Ich versuche mal, das Interview anderswo zu finden, dann setze ich's als Nachtrag wieder ein.

Nachtrag, 23.11.20: Hier ist es noch mal - zumindest bis zur nächsten Löschung. Je mehr Menschen das Video vervielfältigen, desto weniger Erfolg hat die Zensur. Also probiere ich's einfach ein weiteres Mal:


Samstag, 21. November 2020

Die neue Normalität - der neue Mensch

Heute keine Lust zu schreiben - aber zu hören: ein hochinteressantes Interview mit Frau Birgit Kelle, das ungefähr ab der Mitte den Ernst und die Gründe für den blühenden und leider noch immer belächelten Genderwahn beleuchtet:


Freitag, 20. November 2020

Wenn der Gasmann ...

Wenn der Gasmann zweimal klingelt, ähm, okay, das war der Postmann. Der Gasmann verlegt just im Augenblick seine Schläuche bis zum Gastank hinterm Haus. Lange Leitung sozusagen. Ist übrigens ein Holländer, unser Gas wird aus Holland geliefert. Ich habe immer noch ein mulmiges Gefühl bei der jährlichen Gaslieferung, denn die Bilder, als es in Süddeutschland vor Jahren eine Bäckerei nebst komplettem Häuserblock und allen Menschen in die Luft gejagt hatte, wollen nicht mehr aus meinen Kopf. Als Elli noch lebte, hatte ich die Ängstlichkeit damit verschleiert, dass ich zur Lieferung wie durch Zufall einen Hundespaziergang unternahm und somit nicht zu Hause war. Jetzt verläuft der Schlauch nur zwei Meter von mir entfernt, getrennt nur durch ein paar Ziegelsteinen der alten Bauernkate. Jajaja, Gas ist mir nicht geheuer. Da muss ich jetzt aber durch.

:: Zeitsprung ::

Der Gasmann ist in seinem Tankwagen gerade den Feldweg entlang zur Bundesstraße weggefahren. Das Haus steht noch, Hurra, ich lebe! Nuꞌ isꞌ wieder ein Jahr lang Ruhe. Überlege gerade: noch nie habe ich eine Gasfrau gesehen. Woran das wohl liegt? Die flüchtige explosive Materie scheint mutmaßlich mehr Menschen als mir suspekt zu sein, oder?
 

PS: Dampf, auch wenn gewisse Ähnlichkeiten bestehen, ist aber etwas gaaanz anderes, ich liebe Dampf :-)
 

Donnerstag, 19. November 2020

Tag 1 auf der Intensivstation

Am heutigen ersten Tag, an dem die Demokratie auf der Intensivstation aufwacht, sieht sie die vielen Schläuche und Überwachungsmonitore ringsherum und erschrickt gewaltig. Noch nie zuvor hatte sie hier gelegen, stand vor vielen Jahren zur Zeit der Notstandsgesetzgebung und der Berufsverbote ein Mal kurz vor der Einweisung, doch die Ärzte setzten damals allen Widerständen zum Trotz auf naturheilkundige Verfahren, die letztlich zu einer Verbesserung ihres Zustands führten. Die Zeiten, in denen Ärzte und Ärztinnen ihrer Verantwortung gerecht wurden, sind längst vorbei. Mengeles Urenkel haben mit einigen Tests an ihr begonnen. Sie interessieren sich nicht mehr für den Allgemeinzustand ihrer Patienten, und so liegt die Demokratie nun an ihren Gliedern fixiert in einem Hightech-Bett umgeben von Robotern, die jede Regung ihrer alten Knochen elektronisch aufzeichnen. Noch atmet sie selbstständig und fragt sich, wozu die Beatmungsmaschine neben ihr gerade dicht ans Bett geschoben wird. Durch eine Glasscheibe erkennt sie hinter der Tür zum Korridor die besorgten Blicke ihrer Hüterinnen und Hüter; die Damen und Herren des Verfassungsgerichts murmeln Unverständliches. Immer wieder schaut ein Gesicht mit tiefen Stirnfalten zu ihr herüber, bevor es sich erneut dem Kreis der Flüsterer zuwendet.

"Was geschieht mit mir?", möchte die Demokratie ihnen zurufen. Sie schreit die Frage innerlich so laut sie kann, doch ihre Worte dringen nicht nach außen, wie gelähmt sind ihre Stimmbänder. So muss sie zusehen, wie ein Pfleger den Beatmungsapparat neben ihr vorbereitet, um ihr die freie Luft zum Atmen in Kürze endgültig zu nehmen.

Eine Ärztin in Begleitung eines weiß bekittelten Pulks betritt den Raum. Die nächsten Tage seien entscheidend, hört sie Frau Doktor sagen. "Warum hat die Patientin ihre Augen geöffnet?", fragt die Frau Oberärztin barsch den Kollegen der Anästhesie? Beflissen wie ein braves Schulkind, das der Lehrerin gehorchen möchte, erhöht der Anästhesist die Dosis des Sedativums und die Demokratie schließt müde ihre Augen. Schon fällt sie in einen tiefen Schlaf und träumt von ihrer wilden Jugend im Kreise der Göttinger Sieben. Von irgendwoher dringt Musik an ihr Ohr: "Wir setzen uns mit Tränen nieder, ruhe sanfte, sanfte Ruh." [Ohr-Clip]

Mittwoch, 18. November 2020

Tag der Entscheidung

Den heutigen Mittwoch werde ich hauptsächlich wohl vor diversen Live-Streams verbringen, die von der Demo-Situation aus Berlin berichten. Fühlt sich für mich wie ein Tag der Entscheidung an oder wie der erste entscheidende Schritt der Abschaffung unserer Demokratie. Dabei ist mir klar, dass dieses "Ermächtigungsgesetz" auch weiterhin im Schweinsgalopp verabschiedet und danach für weitreichende Drangsalierungen der Bevölkerung herhalten wird. Sogar eine Million Demonstranten würden daran nichts ändern. Ebenso ist jetzt bereits gewiss, dass alle Demos in Berlin verboten werden, für Gewalt-Bilder unterwandert und dass die Haupt-Medien deren Teilnehmer*innen übel diskreditieren werden. Dennoch bekommt man in den unzensierten Live-Streams vielleicht ein Stimmungsbild des wirklichen Geschehens mit, der Realität eines Polizeistaats, der ohne ein Massenaufgebot an Einsatzkräften die Damen und Herren Abgeordneten-Marionetten nicht mal ins Parlament hinein kommen ließe, um dort ihre eigene Abschaffung in der Krise gesetzlich zu zementieren.

Warum ich nicht in Berlin mitdemonstriere? Leider kann ich mir nicht einfach frei nehmen, denn wenn ich nicht arbeite, bekomme ich augenblicklich kein Geld mehr - der Kühlschrank bliebe leer, das Internet wäre tot und ich säße in einem ungeheizten dunklen Raum. Genau das wissen die Regierung und die an der Abschaffung der Demokratie interessierten Kreise, denn neben ihrer eigenen Bereicherung ist die finanzielle "Just-In-Time-Abhängigkeit" der arbeitenden Bevölkerung die Konsequenz der schleichenden Inflation einer Null-Zins-Politik. Der Kampf ums tägliche wirtschaftliche Überleben hemmt jeden lauten Widerspruch. Ohne finanzielle Rücklagen kann sich kaum jemand zwei Demo-Tage leisten (für die An- und Abreise benötigte ich schon je einen Tag). Wenn sich die Schuldenspirale erst mal in Bewegung setzt, gibtꞌs keine Revolution, denn im drohenden Ruin ist eine gesittete Revolte ein unbezahlbarer Luxus und man stünde viel näher an dem tragischen Schicksal der Alysson Jadin, die sich vorgestern aus Verzweiflung das Leben nahm, als an einer gerechteren Welt.

Nach diesem Mittwoch bleibt also nur noch Ohnmacht übrig und Staunen, wie der Umbau der Demokratie sehenden Auges in solchermaßen nie für möglich gehaltenen Riesenschritten durchgesetzt wird. Und ja, die letzte Hoffnung besteht noch, nämlich auf die Gerichte, dass sie diesem Wahnsinn am Ende einen Riegel vorschieben werden. Verlässlich ist die Hoffnung aber nicht, Hoffnung halt, ein sehnlicher heißer Wunsch, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Montag, 16. November 2020

Zum Wohle des Volkes

Das gestrige Zitat stammt von Schäuble. Er sagte es in einem Interview mit der "Neuen Westfälischen". Ist schon interessant, wie unverblümt er da die Wahrheit spricht. Nicht dem Wohl der Bevölkerung gilt seine Arbeit als Politiker, sondern sein Ziel ist es, möglichst effizient als Lobbyist die Interessen seiner Auftraggeber durchzusetzen. Da kommt soꞌne Pandemie natürlich gerade recht.

Übrigens ist Schäuble längst nicht der einzige Politiker, dem (in welcher süffisanten Laune nun auch immer) die Wahrheit herrausrutschte. Erinnerst du dich noch an 1999? Jean-Claude Juncker: "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."

Mittwoch ist es wieder so weit. Kaum jemand regt sich auf, keine Mainstream-Medien berichten über Details oder erklären der Bevölkerung, um was es geht. Schön im Schatten der Corona-Panik heißt es z.B. im Artikel 7 des neuen "Ermächtigungsgesetzes":

Einschränkung von Grundrechten

Durch  Artikel 1  Nummer 16  und  17  werden  die  Grundrechte  der  Freiheit  der  Person  (Artikel 2  Absatz 2 Satz 2  des  Grundgesetzes),  der  Versammlungsfreiheit  (Artikel 8  des  Grundgesetzes),  der  Freizügigkeit  (Artikel 11 Absatz 1 des Grundgesetzes) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Absatz 1 des Grundgesetzes) eingeschränkt.

Nachdem das Gesetz am Mittwoch verabschiedet sein wird, tritt es bereits einen Tag später in Kraft. Ab Donnerstag haben wir also keine Demokratie mit gültigem Grundgesetz mehr. Denn die Gründe, wann und wo das neue Gesetz seine Anwendung findet, sind schwammig und können jederzeit dafür herhalten. Und? Interessiertꞌs jemanden? Nein - und das finde ich eigentlich noch viel schlimmer als das Bestreben, dieses Gesetz zu verabschieden. Wir leben in einem Land übersättigter, desinteressierter und beim kleinsten Windhauch vor Angst zitternder Menschen.

Es gibt aber auch Erfreuliches. Gerade habe ich die 4. Staffel von "The Crown" heruntergeladen. Ich kann den Backofen (lecker Essen nach der Arbeit) gar nicht abwarten, denn dann setze ich mich damit vors große TV und bin für 10 mal 50 Minuten nicht mehr von dieser Welt :-)