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Donnerstag, 15. April 2021

Der Weg in den totalitären Staat

Bevor das Video wegzensiert wird, lausche einem interessanten Gespräch von nur knapp einem Viertelstündchen Dauer: 

Mittwoch, 14. April 2021

Fahrradreparatur?

Wie soll ich beschreiben, was mir heute geschah? Es glaubt mir niemand. Auch ich würde mich schwertun, so etwas jemandem abzukaufen. Es ist gleich 12 Uhr, meine Mitternacht, dein Mittag. Seit 8 Uhr bin ich unterwegs, komplett durchnässt bis auf die Unterhose und habe momentan nichts mehr, kein Fahrrad, obwohl ich nun zwei besitze und vor Stunden noch beide gefahren war. Was ist geschehen?

Gestern rief die Fahrradwerkstatt an, mein Rad sei fertig, ich könne es abholen. Um 8 Uhr heute früh brach ich mit dem Leihfahrrad auf, um rechtzeitig um 9 Uhr im 10 Kilometer entfernten Ort einzutreffen. Die erste Unterhaltung dort mit dem Chef der Werkstatt im Fahrradgeschäft verlief positiv, denn wie zu erwarten war, konnte ich für wenige Euro das Leihfahrrad kaufen. Allerdings benötigt es eine neue Kette, somit wurde es in die hintere Werkstatt gebracht. Danach fuhr ich mit dem reparierten anderen Rad Richtung Heimat. Nach der Hälfte der Strecke sprang der Mantel des Hinterrades ab.

Zur Erklärung: bei diesem Fahrrad sind seit 3 Jahren luftlose Vollkunststoffreifen montiert. Perfekt. Doch durch Verschleiß brachen mehrere Speichen in die Felge ein (ich berichtete). Es wurde also ein neuer "Airless-Reifen" auf eine komplett neue Felge gezogen. Das heißt, ein fabrikneuer Reifen ist von einer fabrikneuen Felge nach 5 Kilometern abgesprungen.
 
Was tun? Die Werkstatt angerufen, da geht aber grundsätzlich nie jemand ans Telefon. Wen könnte ich sonst um Hilfe bitten? Heute ist Mittwoch, Fahrradläden haben mittwochs nur bis 12 Uhr geöffnet und die Uhr zeigte schon kurz vor 10. Es nutzte also nichts, egal wer mir geholfen hätte, er wäre nicht rechtzeitig in der Pampa auf einem Feldweg angekommen. Also schob ich wieder das Rad zu Fuß. Dabei hatte ich mir doch gerade deshalb das Zweitrad gekauft, um nie mehr solch einen Gewaltmarsch gehen zu müssen. Nunja, 5 Kilometer, eine knappe Stunde forscher Marsch, das ist etwas anderes als 40 Kilometer.

Gegen 10:40 Uhr erreichte ich endlich die Werkstatt. Die Reaktion, "Wie? Das kann nicht!", laste ich dem Chef nicht an, denn das ist eine Phrase, die am Niederrhein prinzipiell und universal gilt, um die eigene Verlegenheit zu überspielen und ein ungläubiges Erstaunen zum Ausdruck zu bringen. Wie Thomas in einer rheinländischen Bibelübersetzung, als er zum ersten Mal den auferstandenen Jesus gesehen hatte: "Wie? Das kann nicht!" Dann durfte er bekanntlich die Wunden berühren.

Das Fahrrad wurde repariert, ich wartete darauf. Dabei sagte ich dem Mechaniker ausdrücklich, dass ich nicht glaube, dass eine Reparatur möglich sei, denn wenn ein neuer Reifen von einer neuen Felge abspringt, wird er das auch ein zweites Mal tun. "Nein, das kann nicht!", so lautete das Urteil des Fachmanns. Es läge am Kunststoffring, da käme nun ein neuer drauf und dann sei das Problem gelöst. Um 11:20 Uhr war alles wieder repariert und ich fuhr erneut nach Hause. Natürlich traf mich der einzige heftige Regenschauer des gesamten Vormittags auf freiem Feld. Shit happens, ich war durchnässt. 4 Kilometer vor Zuhause gab es dann einen Ruck und erneut sprang der Mantel vom Rad. Haha, hab ichꞌs doch gewusst! Schadenfreude über den eigenen Schaden wäre aber ziemlich albern gewesen, also blieb ich still, hätte sowieso niemand gehört, da ich im Regen zwischen Wald und Wiesen alleine unterwegs war. Das Fahrrad ließ sich dieses Mal nicht mehr schieben, das Rad blockierte. Wieder die Frage: Was tun? Stand ich doch buchstäblich im Regen. Ich hielt das hintere Rad hoch und ging, das Rad nur auf dem Vorderreifen rollend, zwei weitere Kilometer bis zu Aldi am Ortseingang. Herrje, war das anstrengend!

Da fiel mir der rettende Gedanke ein. Ich rief meine Chefin an. Sie hat großen Einfluss im Ort. Und sie fuhr augenblicklich zur Werkstatt. Ein paar Minuten vor 12 Uhr erreichte sie auch noch den Werkstatt-Chef. Ende vom Lied: das Fahrrad steht bei Aldi, wird heute vom Händler abgeholt, Chefin hat mich ebenfalls abgeholt und nach Hause gefahren (ich bin ihr zu unendlichem Dank verpflichtet). Das gekaufte Leihfahrrad bringt der Händler morgen zu mir nach Hause - das hätte er nie getan, wenn ich und nicht meine Chefin die Reparatur zum zweiten Mal reklamiert hätte. Jetzt habe ich insgesamt ein 4-stündiges Abenteuer mit 3 Stunden anstrengender Wanderung hinter mir, kein Rad mehr, die Klamotten liegen auf der Heizung zu trocknen und meine Nacht ist bereits zur Hälfte ohne Schlaf vergangen.

Ob sich das Spiel nächste Woche wiederholen wird? Man darf gespannt sein.

Dienstag, 13. April 2021

Dies & Das

Habe gleich einen Termin beim Amt. 8:30 Uhr. Kann man ja nicht meckern, denn ich dachte, zu dieser frühen Stunde drehen sich die Fräuleins noch im heimischen Bettchen um und verschlafen das letzte Mützchen der Nacht. Nein, dem ist nicht so, und schon freut sich meine auf Abend eingestellte Konstitution, denn so spare ich einen Nacht-Einkauf und kann mit dem nun fertigen neuen Personalausweis gegen 9 Uhr zu einem Abend-Shopping in den großen Edeka-Markt gehen, der sich gleich neben dem Amt befindet.

Apropos befinden: mein Fahrrad befindet sich immer noch in der Werkstatt aber das macht nichts, denn ich fahre in der Zeit der Reparatur ja ein gutes Gazelle-Leihrad. Dahingehend werde ich quasi als Zweitrad (das kaputte dann dritte Ex-E-Bike steht auch noch in der Werkstatt. Seit wie vielen Jahren jetzt?) mal mein Kaufinteresse anmelden. Es kann nicht mehr viel kosten, ist schon älter, doch technisch exzellent und überdies gut in Schuss (wobei mir beim Schreiben dieses Satzes gerade alles doch ziemlich bekannt vorkommt). Mal schauen, wie viel Gewicht das Leihrad nachher ab kann. Diesmal sind viele schwere Sachen dabei, zweiwöchiger Einkauf und so.

Gestern hätte ich beinahe einen Gepäckträger für vorne bei Amazon bestellt, nur wegen der Gabelfederung wäre er dann mechanisch nicht anbringbar. Diesen Wunsch werde ich also besser bei den Fachleuten in der Werkstatt vortragen. Dadurch ließe sich das Gewicht jedenfalls viel besser verteilen. Also das, was ich haben möchte, ist nicht nur ein angehängter Korb oder Packtaschen für die Gabel, sondern ein massiver Packträger, der ähnlich wie ein Kindersitz aussieht und fest mit den Radschrauben an der Gabel verbunden wird. Dementsprechend stabil und belastbar ist er. Hinten habe ich provisorisch zwei 20 Jahre alte Gepäcktaschen montiert, heute oder morgen kommen aber zwei neue Vaude-Taschen mit der Post. Darauf bin ich auch mächtig gespannt, sie sind zwar schweineteuer aber werden überall nur mit Bestnoten bewertet.

Ach, das interessiert dich alles nicht? Soll ich dir vielleicht meinen Einkaufszettel zeigen? Nein? Auch nicht?

Dann überlege ich jetzt nochmal, was für dich eventuell besser geeignet ist. Erstmal füttere ich die Vögel. Die großen (Raben, Dohlen und Elstern) klopfen nämlich schon mit ihren Schnäbeln in der Dachregenrinne. Die kleinen sind auch schon aufgewacht, es zwitschert und pfeift in den Büschen ums Haus herum wie in einem Stall voller aufgeregter Hühnchen. Ich kann das übersetzen: Frühstück! wird eindringlich gefordert. Die großen müssen erst aufgegessen haben und fortgeflogen sein, bevor sich die kleinen an die Futterstation herantrauen. Also dann, einen angenehmen Dienstag wünsche ich dir.

Montag, 12. April 2021

Plädoyer für die Impfung

Wegen der Fake-Impfkampagne der Bundesregierung (Günther Jauch sei geimpft worden, obwohl er zugab, das Foto war nur gestellt und er sei gar nicht geimpft worden) will ich jetzt nicht vor lauter Häme hier quasi verbal zerfließen, das geschieht auch prima ohne Stichelei, doch dieser Fake schärft dummerweise den Blick viel grundsätzlicher, denn wozu braucht überhaupt jemand bei einer "Pandemie nationaler Tragweite" eine megateure Impfkampagne? Wenn die Bedrohungslage auch nur ansatzweise so wäre, wie sie medial dargestellt wird, würden die Menschen von sich aus die Lager der Impfdosen stürmen. Augenscheinlich ist beides aber nicht der Fall. Und bitte auch nicht falsch verstehen, denn ich hoffe inständig, dass möglichst viele Leute sich die Impfung reinziehen werden - um so mehr sich freiwillig impfen lassen, desto sicherer kommt keine Impfpflicht und ich selber bleibe davon verschont. Ja, jeder ist sich selbst der Nächste. Wollen sich allerdings zu wenige Leute impfen lassen, werden die Regierung und die Pharmaunternehmen auf den Kosten sitzenbleiben. Doch ehe das geschieht, würden die Menschen zum Impfen gezwungen werden. Geld ist mächtiger als Moral. Nicht von ungefähr hat letzte Woche erst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte vorsorglich entschieden, dass eine mögliche Impfpflicht nicht gegen die Menschenrechte verstößt. In dieser Hinsicht gibt es also gar keine Häme von mir, sondern ich bin beinahe schon wütend über die amateurhaft durchgeführte Impfkampagne. Bloß nicht, dass zu viele Leute dadurch erkennen, wie übel sie hinters Licht geführt werden.

Ein bisschen hege ich ebenfalls so meine Sorge über Günther Jauchs Aussage, er werde sich trotz seiner Corona-Infektion (er war ja nicht nur positiv getestet worden und befindet sich deshalb derzeit in Quarantäne, sondern er leide auch an Kopfschmerzen, was dann für eine echte Infektion spricht, wenn es denn alles so stimmt, was er sagt) - der Satz ufert wieder aus - also Jauch meinte, er werde sich sofort impfen lassen, sobald er an der Reihe sei. Wie ungeschickt! Denn meine Sorge schlägt jetzt halt die Richtung ein, dass nun die Schwarmintelligenz im Lande sich die naheliegende Frage stellt, wozu denn jemand, dessen Immunabwehr durch eine überstandene Corona-Erkrankung gerade reichlich Antikörper gebildet hat, eine Impfung benötigt? Bitte liebe Leute, hinterfragt solche Sachen nicht so intensiv. Lasst euch einfach impfen und gut isꞌ.

Sonntag, 11. April 2021

Tod in Rot

Notabene: Drei Richtige im Lotto sind drei zu wenig, ich muss doch lustlos hinaus zur Arbeit, hinein in die kalte Nacht. Minus 1 Grad sind bis Donnerstagmorgen angesagt, danach sollen die Nächte mit sagenhaften 2 Grad plus milder werden. Schuld daran sei, Obacht, festhalten!, die Klimaerwärmung, die für "instabile Polarwirbel" sorge. Man färbt die Temperaturkarten in der Tagesschau entsprechend bedrohlich ein. Schön viel rot im Sommer, wie jetzt auch bei Corona. Die Bürger werden wirklich für total verblödet gehalten. Ob sie das auch sind?

Weise Worte

Bevor es heute Abend wieder zum Dienst geht, verbringe ich diese Nacht mit Übungen zur Leibesexpansion: drei Western nacheinander im Sessel ausdauernd vor dem großen TV-Gerät konsumierend, dazu lecker Frikandels und Krokettchen mit Mayo genießend, dann kleine Breaks mit KitKat einlegend und nachher wartet noch ein erfrischendes aber ganz schön versautes Vanilleeis darauf, geschleckt zu werden. Der weiteste Weg, den ich heute zurücklege, führt mich die Treppe hinab zum Gefrierschrank, die größte Anstrengung ist der Weg zurück und die gähnende Leere in my brain füllen justamente wieder Weisheiten wie "Geld ist kein Maßstab, um Reichtum zu ermitteln" oder "wir alle sind Reisende in dieser Welt. Wir reisen zwischen den Ewigkeiten" (Broken Trail) oder "Rinder sind das eine, aber einem Mann, der einem anderen vorschreibt, wohin er zu gehen hat, ist was anderes" (Open Range). Western kennen doch die coolsten Sätze, nicht wahr? Merkt man in Zeiten von Lockdown und Regierungseinmischung bis in die intimsten Bereiche ganz besonders. Spielte unser Leben gerade in einem Western, wäre Merkel Denton Baxter, die Viehbaronin sozusagen, und die Regierung wäre ihre böse Bande.

Ansonsten nix weiter los hier. Gönne dir auch mal einen ruhigen Sonntag.

Samstag, 10. April 2021

Und wieder eine Zensur

Neben Boris Reitschuster hat die YouTube-Zensur nun ebenfalls Gunnar Kaiser getroffen. Sein Video "Sehe ich das richtig?" wurde gelöscht und Gunnar Kaiser daraufhin ebenso wie Boris Reitschuster für eine Woche auf YouTube gesperrt.

Hier kannst du dir selber eine Meinung bilden, ob die Löschung angebracht ist oder nicht. Natürlich ist sie das meiner Meinung nach nicht im Geringsten, denn es werden keinerlei Falschinformationen verbreitet und lediglich in polemischer Art (ein Stilmittel der Rhetorik) die Realitäten in ein paar Monaten Abstand gegenüber gestellt. Wenn so etwas verboten ist - und zwar nur in der Richtung einer Regierungskritik, ganz und gar nicht bei regierungsfreundlichen Äußerungen - dann haben wir uns bereits vom Land der freien Meinungsäußerung verabschiedet, winken den Daheimgebliebenen aus der Ferne gerade noch zu und betreten schon den steinigen Pfad einer unwirtlichen Felslandschaft des Totalitarismus.

Das geschieht mittlerweile alles in solch einem atemberaubenden Tempo, dass mir schwindlig wird. Dabei sollten die vielen Kopfnicker der Zensur nicht vergessen, dass sie selber in Kürze Ziel von Sanktionen werden können. "Die Revolution frisst ihre Kinder" - es ist nur eine Frage der Zeit, bis dass sich die Blase der totalitären links-grünen Meinungshoheit soweit zusammengezogen haben wird, dass selbst linke Meinungen zensiert und ausgegrenzt werden. Der Anfang wurde mit dem Mobbing gegen Sahra Wagenknecht bereits gemacht: die Linke zerlegt sich selber.

Freitag, 9. April 2021

Waffelteig-Liquid

Wie ich bereits in den vergangenen Monaten berichtete, entdeckte ich das uralte Waffelteig-Liquid durch die Dvarw-MTL-Verdampfer in gewisser Weise neu. Denn nur in diesen Verdampfern schmeckt es mir genauso gut wie früher. Zwar ist es ungeeignet, um ausschließlich gedampft zu werden (man möchte sich ja auch nicht nur von Schokolade ernähren, auch wenn sie herrlich schmeckt), doch neben den verschiedenen Sorten (für verschiedene Verdampfer) Kaffee- und Cassis-Liquid, ist Waffelteig eine leckere süße Abwechslung. Wie immer, klick aufs linke Bild = Großansicht.

Nun war es aber aufgebraucht. Um exakt dasselbe Liquid zu mischen, habe ich sage und schreibe drei Wochen gebraucht. Damals hatte ich kein Rezept aufgeschrieben, also musste ich mich wieder schrittweise herantasten. Gemischt in einem 3-Liter Messbechereimer, begonnen mit einem Liter Basis.

Da von mir Waffelteig nur in den neuen MTL-Geräten gedampft wird, musste ich die Nikotinstärke über das gewohnte Maß erhöhen. Wie hoch sie genau ist, weiß ich nicht, weil ich es nach Gefühl peu à peu hinzugebe und auch heute eh nichts aufschreibe. Nikotin ist aber wichtig, um neben einem angenehmen Throat-Hit auch dem Geschmack ein gewisses Etwas zu verleihen. Vergleichbar mit Kaffee oder Wein. Ja, man kann auch entkoffeinierten Kaffee oder Wein ohne Alkohol trinken, doch das macht die Genussseele auf Dauer nicht glücklich. Ich schätze den Nikotingehalt irgendwo zwischen 6 und 9 mg/ml. Könnten aber auch 12 sein. Jedenfalls perfekt fürs MTL-Dampfen.

Was mich die zweieinhalb Liter kosten? Dazu habe ich schon eine Menge Einträge hier ins Tagebuch geschrieben und alles vorgerechnet, so dass jetzt der Endbetrag der Kostenrechnung reichen muss: 25 Euro. Bei 3 Milliliter Verbrauch pro Tag bedeutet es 833 Tage Dampfgenuss oder Kosten von 3 Cent pro Tag. Wie hoch der Verbrauch des Waffelteig-Liquids aber letztlich sein wird, weiß ich gar nicht, denn insgesamt, das hatte ich mal über Monate notiert, verdampfe ich knapp 11 Milliliter pro Tag, wobei sich der Verbrauch durch die DL-Verdampfer wohl ungefähr zu je 4 Milliliter auf Kaffee und Cassis aufteilt. Geschätzt. Und überhaupt, ich gerate wieder ins völlig uninteressante Schwadronieren, bin eben doch ein Schwurbler. Janu, so isset halt.

Bis morgen, Dampf was Schönes (das geht bei dem Winter-April auch mit bloßem Atem. Nachts wenigstens).