Mittwoch, 20. Februar 2019

Sinnvolle Arbeitszeit

Achherrje, das mit dem Foto im Dunklen in Bewegung ist schon so eine Sache, gell? Aaalso:

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Vorne auf dem Schutzblech des Fahrrads habe ich mit Klettpunkten und Sekundenkleber diese metallene Plakette befestigt. Anders als bei einem Aufkleber wirkt sie quasi wie eine kleine Skulptur, die in den unteren Rand des Scheinwerferkegels hinein reicht. Dadurch wird die schwarze Umgebung vom Dunkel verschluckt und das Blau aber vor allen Dingen das Weiß strahlt als würde die Plakette von innen heraus beleuchtet. Im Tageslicht fällt sie gar nicht auf, man glaubt, einen Aufkleber zu sehen.

Da die Fahrradbeleuchtung aber nur während der Fahrt Licht spendet, musste ich auch während der Fahrt fotografieren, was, wie du siehst, definitiv schlecht funktioniert. Es ist ja nicht mein E-Bike, bei dem auch im Stand das Licht scheint. Du wirst sicher nachvollziehen können, dass die zwei Bewegungsbilder nur einen äußerst groben Eindruck dieser fantastischen Leuchteigenschaft der Plakette vermitteln. Es sieht in Echt wirklich (in Wirklichkeit echt) phänomenal aus, kannste mir glauben.

Übrigens ist es kein Staub auf dem Schutzblech, sondern das sind Blütenpollen. Der Frühling hält im Februar mit Hasel und Birke sichtbar Einzug. Das Emblem auf der Plakette ist das der "Vereinigten Föderation der Planeten". Durch den Klettpunkt kann ich es jederzeit abnehmen, denn wehe, jemand würde es klauen! Trotzdem haftet es so stark, dass es nicht durch Rütteln während der Fahrt abfallen kann. Eine weitere Plakette, die ich gebogen habe, befindet sich seit zwei Jahren auf einer meiner E-Dampfen. Die leuchtet aber nicht so schön, da eine E-Dampfe mit integriertem Außenstrahler noch erfunden werden müsste.

Das war nun also meine kleine Basteltätigkeit. Dir wünsche ich heute ebenso in deiner Arbeitszeit eine ähnlich sinnvolle Beschäftigung. Falls dein Arbeitgeber etwas dagegen einzuwenden haben sollte, mache ihm klar, das sich selbst die geringste Kreativität immer positiv aufs Gemüt auswirkt und sie deshalb am Ende auch produktiv für die Arbeitsleistung ist. Jaja, so ist das, creative life power sozusagen.

Dienstag, 19. Februar 2019

Ertraglos

Habe letzte Nacht auf Arbeit eine Kleinigkeit ans Fahrrad gebastelt, auch Fotos gemacht, jaja, die Speicherkarte soeben in den Rechner geschoben und was ist? Alle verwackelt bis zum Dorthinaus. Das ist ärgerlich, ich finde die Bastelei nämlich lustig. Nächste Nacht versuche ichꞌs nochmal. Jetzt bin ich zu müde. Und weil es so ist, warꞌs das für heute auch schon. Wie heißt es hier im Rheinland so schön? Da machse nix dran, ne, da kannse nix dran tun.

Apropos Ertraglosigkeit: dazu sagt man ja auch Dürre. Man kann doch tatsächlich wieder etwas von Klimaveränderung und einer drohenden Dürre für den Februar lesen; u.a. Focus: "Bis zu 20 Grad am Wochenende: Warum uns jetzt eine neue Rekord-Dürre droht" [Link] - Dumm nur, dass es letzte Nacht geregnet hat und ich rein faktisch unterwegs ziemlich nass geworden bin. Aber darum gehtꞌs ja gar nicht, irgendwo war's bestimmt auch trocken, du darfst dich einfach nicht am schönen Wetter erfreuen, du sollst Angst haben. Jeden Tag, immerzu, bei allem, was du tust. Es geht im Großen wie im Kleinen um die Sensibilisierung, um Manipulation, um dein schlechtes Gewissen. Die moralische Haltung als Machtwerkzeug.

Huch ... Bis morgen denne.

Montag, 18. Februar 2019

Positive Ereignislosigkeit

Kopf leer aber zufrieden, so könnte der heutige Eintragstitel auch lauten. Natürlich gäbe es eine Menge zu sagen zur aktuellen Politik und so, doch es wären eigentlich nur sinnlose Wiederholungen. Wer heute noch Geld ausgibt, um dafür Zeitung zu lesen, und seien es nur wenige Cent, der macht dies wohl mehr aus Vergnügen, will sagen als Blitzableiter emotional aufgestauter Sachen wie bei Statler & Waldorf aus der Muppet-Show, als aus Informationsinteresse. Politik und Medien - eine ganz miserable Theateraufführung, da kann man den beiden alten Logenzuschauern nur zustimmen. Nun, momentan benötige ich keinen Blitzableiter. Das mag sich morgen schon wieder ändern, klar, so ist es halt immerzu in the Dasein, doch heute eben nicht. Derzeit gibt es für mich keinen einzigen Aufreger, der einen Anstieg des internen Energielevels rechtfertigte.

Dampftechnisch, wobei ich hier weniger das Dampfablassen als vielmehr das genüssliche E-Dampfen meine, sind zwar ein paar wenige Chinapäckchen unterwegs, zu diesem Thema kann ich somit erst in einigen Tagen Neues verkünden. Beim Thema der TV-Serien befinde ich mich noch in meiner gestern erwähnten Scham-Phase (ja, genau DAS gucke ich) und selbst für ein kleines Bilderrätsel fehlt mir justamente eine zündende Idee. Das private Umfeld ist bei mir ausgeschlossen, davon gibt es auch nichts zu berichten (gestern hatte ich sogar fast den gesamten Tag lang das E-Mail-Programm und die Telefone abgestellt). Arbeitsmäßig dümpeln die Dienststunden ebenfalls ereignislos dahin, was im Grunde genommen sehr gut ist, doch eben die Buchstabenleere hier im Tagebuch unterstützt. So, und mehr habe ich gar nicht. Dass ich auffallend immer dicker werde, ignoriere ich bis jetzt ziemlich erfolgreich, denn schreiben oder ärgern würde da eh nichts bringen.

Du siehst, Ereignislosigkeit in Worte gefasst. Man könnte dazu auch einfach sagen: "Ich esse gerade ein Eis". Bis morgen.

Sonntag, 17. Februar 2019

Ein neuerlicher Dreipunktetag

Heute ist im Tagebuch frühlingsfrei. Mensch, was für ein fantastisches Wetter, da will die Seele ins Freie, in die Sonne, zumal es nachts noch eiskalt ist. Einfach nur sitzen und sinnen. Ich weiß, manche Leute können so etwas nicht und suchen sich dann immer etwas zu tun, Gartenarbeit, Laufen, Spazieren oder weiß der Kuckuck was, doch meine Wenigkeit beherrscht das Sitzen und Sinnen aus dem Effeff.

Gestern hatte ich gelogen. Nicht aus böser Absicht, denn ich wollte wirklich putzen und staubsaugen, doch dann kam mir eine alte TV-Serie in die Quere, die mich an das große TV-Gerät fesselte. In den nächsten Tagen verrate ich vielleicht, um was es sich dabei handelt, im Moment wäre mir die Nennung ihres Titels noch zu peinlich: "WAS?? DAS guckst du?" Insgesamt 6 Staffeln à 9 Folgen à 50 Minuten (außer die erste mit 7 Episoden). Das dauert. Und wenn am Ende dann wieder schlechteres Wetter herrscht, verschiebt sich die Staubsaugerei wahrscheinlich auf 2020. Weil: im Sommer istꞌs zu heiß dafür, das wäre dann überdies sehr ungesund.

Gemütstechnisch stehen die Parameter gegenwärtig im grünen Bereich. Das Informationsbedürfnis über Gott und die Welt befindet sich auf dem Nullpunkt und meine heutige unangenehmste bevorstehende Aufgabe liegt begründet in der Notwendigkeit des Schneidens der Zehennägel.

Ich wünsche dir ebenso eine erfolgreiche Fußpflege, bis die Tage, man liest sich.

Samstag, 16. Februar 2019

Guten Morgen ...

Guten Morgen, 10 Uhr, mein Homeoffice wird gerade wieder besetzt. Die Rechner fahren hoch, das Kaffeewasser beginnt zu kochen und der Edelstahl der E-Dampfen hat unter brutzelnden Geräuschen schon die Normaltemperatur erreicht. Der Schlaf, dieser wunderbare gleichsam wundersame Kollege der Nacht, hatte überraschend die Freizeitschicht des Homeoffices übernommen, so dass leicht der Eindruck hätte entstehen können, in den letzten acht Stunden habe sich der Hausmeister der hiesigen heiligen Hallen einer Protestaktion der Gretamania angeschlossen, indem er die Räumlichkeiten durch heruntergedrehte Heizkörper, ausgeschaltete Lampen und Lichter sowie vom Netz getrennte Kommunikationselektronik in ökologisch vorbildlicher Weise glänzen ließ. Oder auf den Punkt gebracht: kalt, dunkel und offline die Weite des Raumes sowie ein sich schlafend, traumlos aber in der wohlig-warmen Horizontalen außerhalb der Regelruheszeit aufhaltender Bereitschaftssekretär.

Wohlan denn Tag, here I am! Schaun wir mal, ob die Sonne an diesem die pure Herrlichkeit versprechenden Vorfrühlingstag das Putz- und Wisch-Gen wird aktivieren können. Ich lege mir ein fröhliches Liedchen parat, spitze meine Lippen und falle munter pfeifend in den Refrain ein: "Und dann staubsaugt er los ..."

Freitag, 15. Februar 2019

Gute Nachrichten

Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Wer hätte gedacht, dass ich überhaupt noch mal etwas von einem AStA lese, geschweige denn es auch noch verlinke?


Möge es Schule machen. Überall. Jedenfalls gibt es damit heute eine sehr gute Nachricht. So schmecktꞌs Abendessen jetzt um so besser. Guten Appetit und gutꞌ Nacht.

Donnerstag, 14. Februar 2019

ppa.

Ich: Also ... ähm …

Uhr: … ticktack … ticktack … ticktack  …

Inneres Ich: Also was?

Uhr: … ticktack … ticktack … ticktack  …

Inneres Ich: Also wahas? Aufwachen! Halloho!

Ich: Ja, hier! [schmatz] Also … ähm …

Uhr: … ticktack … ticktack … ticktack  …

Inneres Ich: Liebe Leserin, lieber Leser, mein Über-Ich, das bräsige bärtige Borstenvieh, das senile schmatzende Schweinchen, der gähnend grunzende Georg ist grad zu nichts zu gebrauchen. Er sitzt sabbernd auf seinem Schreibtischsessel, ich schwebe wachend darüber, seine Knochen tauen langsam auf, doch sein Gehirn ist definitiv noch mit Sand überversorgt. Ich wünsche dir dann mal quasi per procura autoritate einen erquicklichen Vorfrühlingstag.