Freitag, 17. August 2018

Geistige Unterforderung

Boah, die letzte Nacht war zäh wie Kaugummi. Ich war weder müde, noch fit, nicht hungrig oder durstig, nicht mal auf mein E-Pfeifchen hatte ich Lust. Keine Langeweile aber auch null Interesse an irgendetwas, sogar zum Denken fehlte mir der Trieb. Ich war einfach nur da, vorhanden in einem Nichts der Nacht. Und während ich so leer auf der Bank saß und ins Dunkel starrte, begannen meine Gehirnzellen sich von selber zu regen. Der Mensch an sich ist ja ein stets beschäftigtes Tier, nicht wahr? Also schaute ich zu meinem Fahrrad am Zaun und begann zu zählen:


Auf den dienstlichen Radrundfahrten, von denen ich vier bis fünf pro Nacht gemütlich in Schritttempo zurücklege und die pro Rundfahrt so sieben Kilometer lang sind, entdeckte ich dann mein Interesse für die wunderschönen gusseisernen Gullydeckel - ja, ich möchte sie schon beinahe als kleine Kunstwerke bezeichnen. Da denkst du doch, sie sind alle gleich, Pustekuchen! Auf sieben Kilometern fand ich sieben unterschiedliche Modelle.


Gen Morgen dann, mein Hirn war mehr als leer, ein Vakuum drohte mich bereits in ein Mikro-Schwarzloch zu reißen, weckte ich meine Empathie auf und ließ die Gebäude ringsherum zum Leben erwachen. So eine Nacht lang ganz ohne Mensch und Hund, nur von stachligen Igeln und kauzigen Gesellen der Lüfte umgeben, da braucht's ein wenig menschenähnliche Gesellschaft. Und siehe da, nicht allein das biologische Dasein bedeutet Sex, sogar das alte Haus treibt's munter doll wie Hulle.


Du weißt ja, auf ein Blid klicken, so wird's groß und lesbar. Ob nun alt oder jung, 96 oder 69, ich wünsche dir derweil einen angeregten Start ins Wochenende.

Donnerstag, 16. August 2018

Rätselauflösung | Kontrovers: "Insatiable"

Sooo, hier die Auflösung. Trommelwirbel, Tusch, Fanfare: Tada! Icke downloadete gerade 12 Folgen der Serie "Insatiable" in HD-Qualität, das zeigt der Firefox auf dem Bild Mitte rechts, und erstellte gleichzeitig davon eine Sicherungskopie auf einen anderen Rechner, das wiederum durch einen dritten Rechner gesteuert wird und sich auf dem Monitor Mitte links in einem Kontrollfenster abspielt, was allerdings gar nicht zu erkennen ist, da es auch nicht zum Bilderrätsel gehört. Warum ich das so scheinbar kompliziert mache, erkläre ich ein anderes Mal, eines vorweg: es ist nicht kompliziert. Jedenfalls wäre "Download" die richtige Antwort gewesen.

Nun etwas zu dieser Serie, das brennt mir doch auf den Nägeln, wie man so schön sagt.

Bei nordamerikanischen Comedy-Serien tut man sich (tu ich mich) bekanntlich meist sehr schwer, Lustiges oder Komisches in ihrer allgemeinen Albernheit zu entdecken. Werden diese Serien tatsächlich nur für eine bildungsferne Unterschicht produziert? Das lässt sich so allgemein, glaube ich, nicht sagen. Der durchschnitts-amerikanische Mensch (sieh an, genderneutral!) soll wohl, so habe ich es über Jahrzehnte gelesen und es mir fast schon verinnerlicht, obschon ich keinen einzigen dieser Durchschnittsmenschen je getroffen habe, ziemlich halb- oder ungebildet sein, was die Welt außerhalb der Grenzen der USA angeht. Ob sich in diesem Bereich in Deutschland der Durchschnittsmensch bedeutend besser schlägt, sei mal dahingestellt, meine Erfahrung aus dem persönlichen Umfeld über ein halbes Jahrhundert hinweg verneint vehement die oft kolportierte Behauptung, wir seien klüger und erheblich gebildeter als die Amis.

Es stellt sich überhaupt die Frage, ob Bildung allein das entscheidende Kriterium zum Erkennen und Unterscheiden von anspruchsvoller Komik, Humor, Satire oder schenkelklopfender Paraden ist. Durchaus ergötzten und ergötzen sich bis heute hochgebildete Leute an Monty-Python-Filme, Terence-Hill-Und-Bud-Spencer-Schinken und nicht zu vergessen an Louis-de-Funès-Streifen. Platter, unterirdischer Humor der bittersten Art, dem geradezu Kultstatus zugeschrieben wird.

Es ist also gar nicht so leicht, Humor in Kategorien der E- oder U-Schublade zu stecken, "anspruchsvoll" von "Blödelei" zu trennen oder gar den "hintergründigen Humor" von einer schelmenhaften Burleske zu unterscheiden. Es wird immer wieder versucht, gelingt aber nie. So wie jeder Mensch unterschiedlich ist, scheint sich's mit dem Humor genauso zu verhalten.

Also kann ich im Folgenden nur von mir persönlich ausgehen. Sowieso.

Die Serie "Insatiable" gehört zweifellos zu den von mir eher gemiedenen amerikanischen Comedy-Serien, doch einfach nur, da sie eben nicht mein Fall ist. Das hat also nichts mit einer tatsächlichen Wertung zu tun. Es gibt auch die relativ neue Serie "Dietland", die ein ähnliches Thema ganz anders angeht. Für mich empfinde ich sie als "anspruchsvoller" inszeniert, doch inhaltlich ist sie trotz ihrer Gegensätzlichkeit genauso albern. Beide Serien spielen aus zwei Polen einer gesellschaftlichen Entwicklung. Sie sind deswegen interessant und wurden zweifellos für je ein unterschiedliches Publikum, also gewissermaßen für ein unterschiedliches Humorverständnis gedreht. Der Inhalt ist ist ähnlicher Weise bei beiden Serien gesellschaftspolitisch von hoher Relevanz. Während "Insatiable" das Meinungsbild der breiten Bevölkerung wiedergibt, ist "Dietland" politisch radikal, links-feministisch und bis zum Erbrechen korrekt.

Nun komme ich zur Kritik bei "Spiegel Online". Sie ist natürlich berechtigt als Meinung einer in dieser Art und Weise denkenden Kritikerin. Man kann jede Serie kritisieren, doch im "Spiegel" wird "Insatiable" als dramaturgisch, als filmisch schlecht diffamiert, nur da der Kritikerin ihr Inhalt nicht gefällt, und das geht halt nicht, dadurch wird ihre Kritik als solche abgewertet. Denn erstens stimmt es nicht, die Serie ist handwerklich gut gemacht und ihr Inhalt ist stimmig, sie ist sehr wohl dramaturgisch perfekt produziert, und zweitens ist es, was ich versucht habe zu beschreiben, Ansichtssache, wie Humor nun verstanden wird. Noch schlimmer als der "Spiegel" gebaren sich andere Kritiker, die laut Wikipedia sogar mittels einer eingereichten Petition die Absetzung der Serie fordern. Und zwar aus pädagogischen Gründen: es werde "befürchtet, dass die Fernsehserie zu Essstörungen bei jungen Mädchen führt und daher soll die Fernsehserie gar nicht erst gezeigt werden" (ich zitiere aus Wikipedia, damit man den Charakter eines Schulaufsatzes erkennt, was in Wikipedia nämlich immer mehr um sich greift).

Wie dem auch sei, es ist ein altbekanntes Muster: Verständnis für linke Gewaltfantasien ("Dietland") aber wehe einer sagt beispielsweise "Mohrenkopf", der wird gesellschaftlich geächtet. Wer aus vermeintlicher Sorge um die seelische Gesundheit junger Mädchen "Insatiable" verbieten möchte, muss dies gleichermaßen mit "Dietland" tun, alles andere wäre ein doppelter Standard.

Es geht diesen Kritikern aber auch gar nicht um junge Mädchen. Wie zum Beispiel viele E-Dampferinnen und E-Dampfer aus leidvoller Erfahrung wissen, werden die Kinder, der angebliche Kinderschutz, immer dann vorgeschoben, wenn nicht genug Argumente vorhanden sind, etwas verbieten zu können. Es sind die eigenen Interessen, die die Kinder in gewisser Weise instrumentalisieren - man könnte hier auch von missbrauchen schreiben. Beim E-Dampfen im Kleinen, bei der links-grünen Haltungspolitik im Großen. Beim Begriff "Kinder" werde ich mittlerweile schon hellhörig, denn ich weiß genau, dass danach etwas Moralinsaures folgt, bei dem keine Entgegnung mehr geduldet wird. "Schützt unsere Kinder!" - das ist die Rhetorik des Puritanismus sowie von alten und neuen sittenstrengen Tanten.

Was ich denn nun persönlich von der Serie "Insatiable" halte, möchtest du wissen? Kann ich noch nicht abschließend beurteilen, da ich erst bei Folge 4 von 12 angelangt bin. Aber eines kann ich mit Gewissheit sagen: "Insatiable" ist bei weitem besser als viele andere Serien, die ich zu Beginn bereits abgebrochen habe. Sie fesselt mich allerdings auch nicht. Eigentlich ist sie ziemlich harmlos. In den nächsten Tagen, wenn ich sie zu Ende gesehen habe, vielleicht mehr darüber.

Bis Morgen denn, und vergiss nicht: denk bei allem, was du heute machst, bitte an unsere Kinder.

Mittwoch, 15. August 2018

Bilderrätsel

Klick aufs Bild = groß
Das Bild zeigt sich dankbar für den fehlenden Blitz, denn unterm Tisch willst du nicht gucken, glaube mir, dort ist der Staub zu Hause. Zu nah konnte ich mit der Kamera auch nicht heran, denn sonst hättest du lesen können, was ich mache. Genau das ist nämlich das Bilderrätsel des heutigen Mittwochs: was geschieht da? Es betrifft insbesondere den laufenden Prozess auf dem zweiten Monitor von rechts, die blauen Balken, ums noch enger zu fassen.

Ein Tipp: "Spiegel Online" hat über etwas vernichtend geurteilt - wirklich wie selten zuvor. Das allerdings hat die ganze Angelegenheit für mich dann erst so richtig interessant gemacht. Ohne SPON hätte ich überhaupt keine Notiz davon genommen, es wäre sang- und klanglos an mir vorüber gezogen. Was denn? Mehr dazu morgen. Heute gilt es, nicht en détail zu erraten, was dort passiert, sondern nur grundsätzlich. Noch ein Tipp: es hat nichts mit der Technik der letzten Tage oder Computern zu tun.

Dienstag, 14. August 2018

Computer | Serie | Kritik

Wie gestern in den Kommentaren schon berichtet, bleibt es dabei, Linux Ubuntu ist erfolgreich auf der kleinen China-Box installiert. Leider funktioniert bis jetzt der Ton nicht. Zwei Treiber (Cards) werden vom System zwar erkannt aber nicht als Audiogeräte angezeigt. Da hierfür sehr viele Ursachen möglich sind, habe ich alles erst mal beiseite gelegt. Das reicht mir jetzt, denn im Grunde sind schon wieder zwei Nächte mit der elenden Hackerei draufgegangen (inklusive der Fehlversuche der verschiedenen Windows-Installationen). Erst mal ein paar Tage Luft holen und die Gehirnzellen erquicken.

Ich muss ja schon schmunzeln, denn das mit den Audioproblemen erinnert fatal an die 90er Jahre und die ersten Windows-Erfahrungen: es war seinerzeit wohl überall auf der Welt so, dass die Audio-Installation Probleme bereitete. Erst seit "WindowsXP" gehörten diese Schwierigkeiten endgültig der Vergangenheit an. In gewisser Weise ist Microsoft mit der automatisierten Installationsroutine Linux um 20 Jahre voraus. Und das ist es auch, weshalb viele Leute und ich selber bisher von Linux Abstand gehalten haben: es wird zwar gesagt, die Installation sei kinderleicht, genau wie bei Windows, ist sie aber nicht, sobald die kleinsten Ungereimtheiten auftreten. Dann soll der User plötzlich doch ein Experte sein, denn wehe, jemand postet naive Fragen ins Ubunto-Hilfe-Forum, es werden ihm postwendend so Unverschämtheiten wie "wenn du schon Linux benutzt, dann solltest du dich mit dieser Materie vorher intensiv befasst haben" um die Ohren gehauen. Nein, nicht der User muss sich dem System anpassen, sondern umgekehrt. Da die Linux-Community dies scheinbar immer noch nicht begriffen hat, bleibt Linux auch weiterhin für den Normalanwender ein Nischenprodukt. Irgendwann wird sich das vielleicht ändern.

Brabaras TV-Tipp der französischen Serie "Der Wald" erwies sich mal wieder als ausgezeichnet. Ein spannender Sechsteiler, der absolut mit Hollywood-Produktionen mithalten kann. Frauen und Männer gleichwertig in Hauptrollen ohne dabei dämliche Klischees zu bedienen, das findet man nur selten. Überaus interessant fand ich ebenso die erzählte Geschichte, und sehr gelungen ist die Auswahl der Darsteller, denen man ihr "Normalsein" abkauft. Es ist echtes Schauspiel ohne "Püppchen-Gehabe" oder Angst, eventuell unvorteilhaft zu erscheinen, so wie es leider in Hollywood heute üblich ist. Bei vielen der neuen US-Serien sehen sich die Darstellerinnen und Darsteller viel eher auf einem Catwalk für ihre weitere Vermarktung denn als Schauspieler in einem Theaterstück. Das ist bei "Der Wald" gottlob alles nicht der Fall, das Anschauen dieser Serie lohnt sich über alle Maßen.

Sonst gibt es nichts Neues aus der Welt der bunten bewegten Bilder. Die Serie "The Affair" habe ich abgebrochen, sie ist genauso wie ihre Inhaltsbeschreibung vermuten lässt (Midlifecrisis-Gedöns und Ami-Sex-Fantasien, die durch interessante filmische Stilmittel dem Anstrich von etwas Besonderem versehen werden, das am Ende dann aber dennoch nur als Rechtfertigung für die Zuschauer dient, das eigene geifernde Glotzen oder die eigenen aus Unzufriedenheit entstandenen Fantasien einem Pseudo-Anspruch zu verleihen - oder: "ich lese den 'Playboy' nur der interessanten Artikel wegen").

Huch, heute verspritze ich aber eine Menge Gift, nicht wahr? Nenene, ist nicht so schlimm gemeint, wie es sich liest, bin ganz guter Dinge und prima gelaunt. Eher lieb als böse :-)

Einen lieblichen Rest-Dienstag wünsche ich auch dir.

Montag, 13. August 2018

Linux oder Blechschrauben? Das ist die Frage.

Hachja, nun bin ich mit meinem Latein am Ende. Letzte Nacht habe ich 6 Stunden versucht, die Installation hinzubekommen, Fehlanzeige. Der Chip (im Prinzip ein auf die Platine gelöteteter USB-Stick, mehr ist es gar nicht) will keine Installation akzeptieren. Hier und jetzt erspare ich dir die Aufzählung der vielen Dinge, die ich versucht hatte. Ein Aktivierungs-Code kostet jedenfalls so viel wie ein komplett neuer Mini-PC aus China. Bemerkenswert finde ich die Entdeckung, dass im Hersteller-Supportforum seit März diesen Jahres gehäuft dieselben Probleme von anderen Usern gemeldet werden. Ohne jede Antwort zu erhalten, reiht sich dort ein Hilferuf an den nächsten. Der Hersteller bleibt stumm. Als ob Microsoft ein Update verbreitet hat, dass irgendwie illegale Kopien aufspüren kann und die Chinesen jetzt gewissermaßen "ein Problem" damit haben, ums mal nett auszudrücken. Tja, das ist das Eine. Andererseits verstehe ich nicht, weshalb das Board partout keine fremde Installation zulässt. Das hat schließlich nichts mit einer Windows-Registrierung zu tun.

Übrigens war es gar keine Paranoia, die meinen Eindruck einer Boardkommunikation mit dem Internet jenseits des Betriebssystems vermuten ließ. Das ist tatsächlich so. Es gibt sogar die Möglichkeit, im UEFI-BIOS sie ein- und auszuschalten, allerdings dürfte klar sein, dass damit nur eine Art kosmetischer Schalter gemeint ist (ähnlich wie bei Android-Systemen), der die User beruhigen soll, der aber keinesfalls sicherstellt, dass diese ausgeschalteten Kanäle nicht doch genutzt werden oder sogar unbemerkt von Überwachungssoftware, die ja oberhalb des Betriebsstems läuft, von außen wieder eingeschaltet werden können. Allein schon, dass ein Chip ohne Betriebssystem munter mit seinem Hersteller kommuniziert, finde ich mehr als bedenklich. Da hilft dann nur ein mechanischer Netzwerkschalter. Doch kein Schwein regt sich über so etwas heute mehr auf. Alle finden die neuen UEFI-Boards toll. Ist mir völlig unverständlich. Naja, ich besitze auch kein Auto, das angeregt mit dem Internet erzählt, wo's gerade lang fährt, wie viel Sprit es noch im Tank hat oder wer weiß, was es sonst noch alles ausplaudert, und ich benutze genauso wenig ein Smartphone. Auch surfe ich nie im Internet in irgendeinem angemeldeten Zustand. Was ich kaufe, wähle ich vor der Kaufanmeldung gezielt aus. Zum Vergnügen nutze ich nicht eine Seite oder Community, die eine personalisierte Anmeldung erfordert. Ganz schlimm finde ich Foren, die einen nicht mal mehr unangemeldet vollumfänglich lesen lassen. Das Internet ist zum Glück so gigantisch, dass man auf so etwas nicht angewiesen ist. Und dies ist eh ein ganz anderes Thema, ich schweife ab ;-)

Tja, was mache ich denn jetzt mit dem kleinen chinesischen Mini-PC? Wäre ich ein Technik-Freak, hätte ich mit ihm ein schönes Spielzeug zum Experimentieren. Das Board soll linux-kompatibel sein - es flackert ja ein kleines Flämmchen der Neugier im Hintergrund weiter Gehirnwindungen, doch von Null anzufangen, mich nun mit Linux zu beschäftigen, dazu fehlt mir momentan dann doch noch die nötige Energie der Überwindung. Allerdings 80 Euro einfach so abzuschreiben und den Rechner in einen Karton verrosten zu lassen, auf dass er irgendwann nach vielen Jahren als recyceltes Altmetall sein schmähliches Schicksal in öden Blechschrauben findet, das kommt mir dann auch irgendwie unfair ihm gegenüber vor, nicht wahr? Mal schaun, was wird.

In diesem Sinne hoffe ich, deine Woche wird wertvoller als ein Dasein als Blechschraube. Vielleicht hat unser großer User ja mehr Geduld beim Recyclen von unsereins in der großen Wertstofftonne der Natur.

Sonntag, 12. August 2018

Georg eskaliert

Habe die zweite Nachthälfte auf dem Fahrrad Handschuhe getragen; 11 Grad. Hitzewelle, naja. Entschuldigung, aber ich kann's mit dem Lästern nicht lassen. Es ist nass, es regnet seit Tagen immer wieder, der Rhein wird von den Schiffen befahren und die Ernte beginnt ganz normal wie jedes Jahr. Waldbrände? Brandstiftung und Unachtsamkeit haben kaum etwas mit dem Klima zu tun. Ein zwar zaghaftes Zurückrudern wagt sogar "Spiegel online", indem dort heute ein Kommentar von Axel Bojanowski prominent auf Seite Eins präsentiert wird, der erstmals leichte Zweifel an dem Thema anmeldet. Wobei er aber auch nur überwiegend Geschwurbel ist, weder Fisch noch Fleisch, man möchte es sich schließlich nicht mit der links-grünen Leserschaft verderben, lediglich der letzte Satz hat's wirklich ins sich: "Die Debatte steckt in einem Dilemma: Nur wer sich mit Hysterie nach vorne drängelt, erntet Beachtung."

Jajaja, ich bin schon wieder ruhig, habe mich am Donnerstag genug über das Thema echauffiert. Da war ich eskaliert. Wie bitte?

Ist dir auch etwas am Vokabular der Mainstream-Medien aufgefallen? Seit ungefähr einem halben Jahr wird ein alter Begriff, der selten benutzt wurde, inflationär für jede Kleinigkeit förmlich gehypt: "eskalieren". Das neue Modewort. Alles und jedes eskaliert zur Zeit. Jemand sagt zu dir: "Du doofer Mensch", du antwortest: "Na, jetzt hört sich's aber auf, ich verbitte mir Beleidigungen", und schon wird berichtet, du würdest eskalieren. Woher kommt diese neue Universalverwendung? Jede Generation hat ihre eigenen Begriffe und Anwendungsregeln, das ist klar, also gehe ich mal stark davon aus, dass die Autorinnen und Autoren, die überall und zu fast allem von Eskalationen schreiben, junge, ganz junge Menschen sind. Manchmal, so wie jetzt zur Urlaubszeit, kommt es mir vor, als würde ich in den Medien lauter Artikel aus Schülerzeitungen lesen. Geht nur mir das so?

Naja, es ist, wie es ist, dann eskaliere auch du heute am Sonntag mal schön. Fressen, Saufen, Pennen, E-Dampfen - die Eskalation des Genusses.

Samstag, 11. August 2018

Dürre

Heute später, falls ich nicht zwischenzeitlich einschlafen sollte, muss mich nämlich erst mal trocknen. Dürre, jaja ...

Nachtrag, kurz vor 16 Uhr:

Natürlich war ich während des Trockenvorgangs eingeschlafen, was sonst? Ja, letzte Nacht hatte ich die Regenklamotten nicht mit zur Arbeit genommen. Fehler! Faulheit wird bestraft. Sofort. So isses.

Dann hatte ich noch versucht, das Betriebssystem der kleinen Computer-Box durch "Windows7" zu ersetzen, ging nicht. Im UEFI-"BIOS" gibt es keine Funktion, den Bootvorgang irgendwie zu verändern, weder einen "LEGACY-Modus" noch sonst etwas, lediglich die Bootreihenfolge kann man ändern. Trotz des Vorhandenseins einer UEFI-Boot-DVD (Original-MS-Version) sowie eines solchen USB-Sticks läuft die Installation auf beiden Datenquellen zwar an, bleibt jedoch bereits zu Beginn nach dem Herunterladen der Win7-Treiber bei "Windows startet jetzt" (oder so ähnlich) stehen. Die UEFI-Bootdateien werden dabei korrekt vom Board erkannt, trotzdem friert der anschließende Bootvorgang ein. Das Problem taucht oft auf, so habe ich es ergoogelt, aber alle Lösungsvorschläge scheitern schlicht an meinem arg abgespeckten UEFI-Board aufgrund der fehlenden Optionen. Was tun?, sprach das Huhn. Keine Ahnung. Noch habe ich nicht aufgegeben. Also werde ich weiter in den Foren suchen. Wäre doch das Foren-Geschwafel der vielen dummen Menschen nicht so nervtötend, es würde die Suche ziemlich erleichtern. Ich habe weitere zwei Ideen - "oh, mein Gott, Georg hat Ideen!" Jajaja.

Jetzt lege ich mich noch zwei, drei Stündchen hin, dann muss ich wieder los. Achso, in der Zwischenzeit habe ich den alten XP-Rechner (64-Bit-Version) als "Entertainment- und Netzwerkzentrale" wieder angeschlossen. Funktioniert auf Anhieb super gut. Schnell, das war klar, aber auch keinerlei Netzwerkprobleme, alles macht, was es soll. Wäre nur der geräuschmäßig störende Ventilator nicht, ich würde es so beibehalten. "WindowsXP" ist für den Privatanwender viel benutzerfreundlicher als all seine Nachfolger. Man kann viel mehr damit machen. Es lässt sich halt nur nicht so wunderbar leicht und versteckt von Microsoft überwachen, denn der Benutzer kann damit viel zu viel selber einstellen, ändern und selbstbestimmen, "umstricken", so etwas geht man gar nicht, gell? Wo kommen wir denn dahin?! Eine Welt ohne Kontrolle führt ins Chaos, die Kühe müssen beim Melken schön in Reih und Glied stehen. Vielleicht noch mit netter Musikbeschallung und allerhand Unterhaltungs-Schnickschnack abgelenkt werden, dann geben sie mehr Milch.

Bis morgen dann, ade.

Ein letztes noch: Ich habe den Verdacht, dass das UEFI-Board von sich aus, also losgelöst vom Betriebssystem, im Hintergrund mit dem Internet kommuniziert. Kann das sein oder werde ich paranoid?